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Streitschlichter am IKG

Wut im Bauch, ein Streit ist entflammt – diese Situation hat vermutlich jeder von uns schon einmal erlebt. Doch was ist, wenn es plötzlich ernst wird? Wie können Streitigkeiten am besten gelöst werden?

Das lernen die Schülerinnen und Schüler ab der Jahrgangsstufe 8, die sich zu Streitschlichterinnen und Streitschlichter in der Streitschlichter-AG ausbilden lassen. Sie wollen dem Konfliktpotenzial entgegenwirken, das sich an Schulen ausbreitet, wenn Konflikte nicht rechtzeitig geschlichtet werden.

Ziel der Streitschlichtung ist es, Konflikte zwischen Schülerinnen und Schülern möglichst langfristig zu beseitigen. Dies ist gar keine leichte Aufgabe! Aus diesem Grunde werden die angehenden Streitschlichter innerhalb eines Schuljahres von ausgebildeten LehrerInnen geschult: Jede Woche treffen sich die angehenden Streitschlichter mit der/dem LehrerIn für eine Schulstunde, um sich auf ihre Rolle als Streitschlichter vorzubereiten. In dem Training geht es vor allem darum, Schlichtungsgespräche einzuüben, Gestik und Mimik der Kontrahenten zu deuten und das Auftreten als Streitschlichter zu lernen.

Dass Schülerinnen und Schüler sich ehrenamtlich an der eigenen Schule engagieren, um anderen Schülern zu helfen, ihre Konflikte untereinander zu lösen, wird nicht nur von den Lehrern positiv aufgenommen und unterstützt - auch die Schüler nehmen die Streitschlichtung gut an: Oftmals fällt es den Schülern leichter, mit Gleichaltrigen über ihre Probleme mit anderen Schülern zu sprechen als mit Lehrern.

Streitschlichtung ist insofern für die Kontrahenten vielversprechend: Streitende können endlich ihr „Kriegsbeil“ begraben und die Schlichter lernen, sich sozial zu engagieren und Konflikte im Alltag schneller zu lösen.

Am Ende erhalten die neu ausgebildeten Streitschlichter nicht nur einen Vermerk auf dem Zeugnis, sondern auch eine Bescheinigung für die absolvierte Ausbildung, was ggf. auch später in beruflicher Hinsicht von Vorteil sein kann.