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„Beratung ist wie Unterrichten, Erziehen und Beurteilen Aufgabe aller Lehrerinnen und Lehrer. Sie bezieht sich vor allem auf die Beratung von Schülerinnen und Schülern sowie deren Eltern

  • über Bildungsangebot, Schullaufbahn, Übergänge in andere Schulen und weitere Bildungswege einschließlich der Berufs- und Studienorientierungsowie
  • bei Lernschwierigkeiten, Verhaltensauffälligkeiten und weiteren den Bildungsweg der Kinder und Jugendlichen berührenden besonderen oder psychosozialen Problemlagen.

(§ 44 SchulG – BASS 1 – 1 § 9 Absatz 1 ADO – BASS 21 – 02 Nr. 4)

1. Beratung und Begleitung von Schülerinnen und Schülern

Die Beratung ist also ein Bestandteil des Unterrichts- und Erziehungsauftrages der Schule und somit ein fester Bestandteil im Arbeitsbereich Schule. Schwerpunkte der Beratungstätigkeit sind die Beratung “…von Schülerinnen und Schülern sowie von Erziehungsberechtigten über Bildungsangebote, Schullaufbahnen und berufliche Bildungswege einschließlich der Berufswahlorientierung und die Beratung von Schülerinnen und Schülern sowie Erziehungsberechtigten bei Lernschwierigkeiten und Verhaltensauffälligkeiten“ (vergl. RdErl. v. 02.05.2017).Genauso vielfältig wie die Schülerschaft ist auch die Beratung. Es gibt am Immanuel-Kant-Gymnasium Bad Oeynhausen daher Lehrerinnen und Lehrer mit speziellen zusätzlichen Qualifikationen, um im Schulalltag eine bestmögliche Beratung und Begleitung der Schülerinnen und Schüler zu ermöglichen. Außerdem können hier die Angebote des Schulsozialarbeiters in Anspruch genommen werden.

Übersicht der Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner (zum Ansehen bitte anklicken)

StichwortAufgabenZuständige
ADHS Vermittlung zwischen Schülern/Eltern, Fachlehrern und Therapeuten* Beratungslehrerinnen (Fr. Höner zu Siederdissen, Fr. Odermann)
Autismus-Spektrum-Störung Beratung Fr. Timmer
Auslandsaufent-halte Information, Organisation, Beratung, Gutachten Hr. Mattinger
Austausch Frankreich,
Schweiz
Information, Beratung, Begleitung Fr. Kerperin Fr. Königshofen
Austausch Russland Information, Beratung, Begleitung Hr. Schneidereit
Berufsorientie-rung Informationsvermittlung, Beratung, Konzeptentwicklung Fr. Prange Fr. Siekmann
Betriebspraktikum Organisation Fr. Prange
Beurlaubungen
(Schüler)
bis zu zwei Tagen
längere Zeiträume
unmittelbar vor oder nach Schulferien (Ausnahmen!)
Klassenleitungen / Jahrgangsstufenleitungen Tutoren 10/11/12 Hr.  Dr. van de Loo
Computer First Level Support Hr. Langen
Cyberscouts Ansprechpartner/ Betreuung Hr. Beckmann
Dyskalkulie Fachlehrer vermittelt an externe Beratungsstelle Fachlehrer
Erprobungsstufe Koordination: Unterrichtliche Arbeit, pädagogische Fragen, Organisation, Beratung, Schulwechsel, Kontakt zu den Grund- und Hauptschulen, Realschulen, Gesamtschule, Jahrgänge 5-6 (7), Vorbereitung Erprobungsstufenkonferenzen Fr. Königshofen (Koordinatorin)
Erste Hilfe bei Unfällen in der Schule Sekretariat, Schulsanitäter, Fr. Dr. Fleinghaus
Erziehungsfragen alle Fragen der Erziehung im Rahmen der Klasse / des Kurses und des Unterrichts
über den Rahmen der Klasse hinaus


in besonderen Fällen zusätzlich
Fachlehrer, Klassenlehrer, Beratungslehrerinnen, Schulsozialarbeiter

Fr. Königshofen (5-6),
Hr. Hess (7-10)
Jahrgangsstufenleiter (11-13) Hr. Dr. van de Loo
Facharbeiten Organisation der Termine, Themenerfassung Hr. Böke
Familiäre Probleme Beratung und ggf. Vermittlung zwischen Familie und externen Beratungsstellen Klassenlehrer und Beratungslehrerinnen Fr. Höner zu Siederdissen Fr. Odermann Schulsozialarbeiter Hr. Huch
Fortbildung Koordination, Konzepte, Verwaltung der Mittel Fr. Wessel
Gastschüler Betreuung der Gastschüler am IKG, Beratung der Eltern Hr. Mattinger,
Gesundheitser-ziehung Gesundheitstage, sexualpädagogische Tage Suchtprophylaxe Fr. Timmer, AWO
Gleichstellungs-fragen Ansprechpartnerin, Personal-Auswahlkommission Fr. Wellenbüscher
Fr. Schneider-Postzich
Hausaufgaben-
betreuung
Organisation, Kontakte zu Träger und Lehrkräften AWO: Fr. Weißflog, Fr. Schütz,
Fr. Römling,
Hochbegabung Beratung Hr. Meyer-Arend
Individuelle Förderung Beratung, Organisation Hr. Meyer-Arend
Klassenfahrten Termine, Kosten, Teilnahme Jahrgangsstufenleitungen, organisierende Lehrerinnen und Lehrer
Kollegialer Austausch Termine, Organisation Fr. Pfannschmidt
Kollegiale Fallberatung Termine, Organisation Fr. Pfannschmidt, Fr. Timmer,
Fr. Odermann, Hr. Schreiber
Konflikt/Streit Vermittlung bei Konflikten und Streitigkeiten, Betreuung der Streitschlichter, Nachwuchsförderung Klassenlehrer, Fachlehrer, Streitschlichter, Hr. Pannen Beratungsteam Fr. Höner zu Siederdissen, Hr. Huch Fr. Odermann
Konzentrations-probleme Konzentrationsübungen für Gruppen Sozialarbeiter Hr. Huch
Krisensituationen Beratung und ggf. Vermittlung zwischen Familie und externen Beratungsstellen Klassenlehrer, Beratungslehrerinnen Fr. Höner zu Siederdissen, Fr. Odermann, Schulsozialerbeiter Hr. Huch
Kurswahlen
(Oberstufe)
Information, Kurseinteilungen in der Sekundarstufe II, Umwahlen usw. Fr. Altenburg, Jahrgangsstufenleitungen
Kurswahlen
(Mittelstufe)
Information, Auswertung, Kurseinteilung Hr. Hess
Lese-Rechtschreib-Schwäche Beratung von Eltern und Lehrkräften Fr. Nabers, Deutschlehrerinnen und Deutschlehrer
Lernberatung Beratung durch Klassen- und Fachlehrer, Hausaufgabenbetreuung Klassenlehrer und Fachlehrer
Fr. Odermann
Mittelstufe Koordination: Unterrichtliche Arbeit, pädagogische Fragen, Beratung, Organisation, Schulwechsel, Kontakt zu den anderen weiterführenden Schulen, Jahrgänge (7) 8-9 Hr. Hess (Koordinator)
Mobbing Intervention bei Mobbingfällen Klassenlehrer und Schulsozialarbeiter, Beratungslehrerinnen, Cyberscouts bei Mobbing im Internet
Schulseelsorge Beratung, Organisation, religiöse Angebote Fr. Pfannschmidt, Fr. Südhölter-Karrotki
Schülervertretung (SV) Schülerinteressen vertreten, an der schulischen Entscheidungs-findung mitwirken, Beratung und Unterstützung der SV Schulsprecher (über das Sekretariat), gewählte Schülerinnen und Schüler, SV-Verbindungslehrer Fr. Klocke Fr. Strutz Hr. Mester
Schulwechsel Beratung und Unterstützung durch Klassenlehrer, Fachlehrer und Sozialarbeiter Klassenlehrer, Fachlehrer, Sozialarbeiter, Beratungslehrerinnen
Sekundarstufe II Koordination: alle Fragen der Organisation, Dokumentation und Beratung zu Schullaufbahnfragen; Kurseinrichtung, Wahlen und Umwahlen, Klausurplanung; Bescheinigungen zur Schullaufbahn, Abiturzeugnisse Fr. Altenburg (Koordinatorin)
Hr. Böke (EDV, Beratung)

Jahrgangsstufenleitungen
Sprachsensibler Unterricht Unterrichtsbausteine, Beratung Fr. Wellenbüscher
Suchtprävention Konzepte, Organisation der Vorhaben Fr. Timmer
Wiederholer Beratung und Unterstützung durch Klassenlehrer, Fachlehrer und Sozialarbeiter Klassenlehrer, Fachlehrer, Sozialarbeiter, Beratungslehrerinnen

Für alle Schülerinnen und Schüler gibt es z.B. Schülerberatungstage. An diesen Tagen werden neben der Beratung über den Leistungsstand Entwicklungs-gespräche geführt. Zunächst liegt die Beratung in den Händen von Klassen-lehrerinnen/-lehrern, den Fachlehrerinnen/-lehrern und der Tutorinnen und Tutoren.
Gibt es einen Beratungsbedarf über das normale Maß hinaus oder wünschen die Schülerinnen und Schüler eine Beratung zur individuellen Entwicklung, können unsere Beratungslehrerinnen hinzugezogen werden. Die Beratungs-gründe können vielfältig sein und die unterschiedlichsten Ursachen haben.
Für die Schulleitung und die Lehrerschaft am IKG ist dabei unumstritten, dass die Beratung von Schülerinnen und Schülern immer wichtiger wird. „1,1 Millionen Schülerinnen und Schüler leiden an stressbedingten psychischen Krankheiten…. Ursache seien der hohe Leistungsdruck durch Schule und Eltern, digitale Reizüberflutung, Mobbing und Versagensängste.“ (Welt am Sonntag, Nr.43, 28. Okt. 2018, S. 20)

1.1 Beratung durch das Beratungsteam

Am Immanuel-Kant-Gymnasium arbeiten die Beratungslehrerinnen Frau Höner zu Siederdissen und Frau Odermann. Sie werden von dem Schulsozialarbeiter des Schulzentrums Süd, Herrn Huch, unterstützt.
Eine Beratung ist immer freiwillig. Somit entscheidet der Ratsuchende selbst, ob er eine Beratung in Anspruch nehmen möchte oder nicht.
Ratsuchende können alle am Schulleben beteiligten Personen sein, d.h. Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer aber auch Eltern bzw. Erziehungsberechtigte.
Ein Beratungsgespräch ist streng vertraulich und die Beratungslehrerinnen unterliegen der Schweigepflicht, welche nur vom Ratsuchenden aufgehoben werden kann.
Mit dem Blick auf die in jedem Individuum vorhandenen Ressourcen und Fähigkeiten, können im Gespräch neue Wege und Perspektiven erwachsen. Wachsen braucht Zeit. In dieser Zeit wird gemeinsam nach Ursachen gesucht mit dem Ziel, eine einvernehmliche Problemlösung in einem begleitenden Prozess zu finden. Die Beratungslehrerinnen beziehen bei Einzelberatung das soziale und familiäre Umfeld des Ratsuchenden in den Beratungsprozess ein. Mit der Beratung kann auch die Herstellung eines Kontaktes zu außer-schulischen Stellen verbunden sein. Daher gibt es z.B. eine enge Zusammenarbeit mit der Schulberatungsstelle in Minden.

Die Beratungslehrerinnen stehen als Ansprechpartnerinnen in folgenden Bereichen zur Verfügung:

  • Umgang mit Konflikten: Wir suchen gemeinsam nach Lösungen.
  • Vermittlung von Fachberatung: Wir verstehen uns als Hilfe, um Kontakte zu anderen Beratungseinrichtungen herzustellen.
  • Ermutigung: In Einzelgesprächen zu kleinen Schritten ermutigen und da-rin unterstützen, erreichbare Ziele zu finden und diese umzusetzen.

Um die Nachhaltigkeit der Beratung zu erreichen, bieten die Beratungslehre-rinnen Hilfe zur Selbsthilfe an und fördern die Selbstständigkeit, Problemlö-sungskompetenzen und Selbstreflexion der zu beratenden Schülerinnen und Schüler.
Diese Beratungstätigkeit wird von dem Gesprächsangebot der Schulseelsor-ge durch Frau Pfannschmidt unterstützt und erweitert.

1.2 Gesprächsangebot der Schulseelsorge

An der Schule biete Frau Pfannschmidt eine Beratung und Begleitung im Sinne der Schulseelsorge an.
Schulseelsorge kann durch ihre prozessorientierte Perspektive in persönlichen Not- und Krisensituationen durch entwicklungsorientierte Gespräche dazu ermutigen, sich den persönlichen Herausforderungen zu stellen.

Die schulseelsorgerliche Haltung wertschätzt die Entwicklungen in all ihren Ausdrucksformen. Auch krisenhafte Situationen und Konfliktkonstellationen können als Chancen zur Entwicklung anerkannt werden. Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer sowie alle weiteren Personen, die in der Schule arbeiten, haben die Möglichkeit zu einem persönlichen Gespräch. Wie bei allen Beratungsgesprächen ist die Vertraulichkeit und die Verschwiegenheit verpflichtend. Gesprächsanlässe und Themen können sein:

  • Trauerbegleitung: Immer wieder werden wir mit Sterben und Tod kon-frontiert. Wir begleiten Menschen in Zeiten von Krankheit, Sterben, Tod und Trauer.
  • Geistliche Begleitung: Bei der geistlichen Begleitung geht es um regel-mäßige Einzelgespräche, die das eigene Leben reflektieren und Hilfe bei der Orientierungssuche bieten können.

1.3 Berufs- und Studienwahl

Die Berufs- und Studienwahl wird durch Frau Prange und Frau Siekmann begleitet. Sie sind verantwortlich für zahlreiche Informationsveranstaltungen in diesem Bereich, welche zielgerichtet auf die Zeit nach der Schule vorbereiten. Neben den Bausteinen in der Oberstufe sind hier beispielhaft die freiwillige Teilnahme an den Girls&Boys Day in den Jahrgängen 5 bis 7 und die
Durchführung einer Potentialanalyse im Jahrgang 8 zu nennen.
Die Potentialanalyse ermöglicht den Schülerinnen und Schülern, ihre Stärken und Schwächen kennenzulernen und bietet so Hinweise zu einer möglichen Berufswahl oder Studienwahl.
Frau Prange bietet wöchentlich eine Sprechstunde an und vermittelt Termine für eine Berufsberatung bei der Agentur für Arbeit.

2. Lern- und Leistungsberatung von Schülerinnen und Schülern

Alle Schülerinnen und Schüler erhalten am Anfang eines Schuljahres einen Überblick über die Anforderungen in ihren Unterrichtsfächern. Die Schülerinnen und Schüler sollen die Leistungsbewertung nachvollziehen können. Im Sinne dieser Notentransparenz erhalten Schülerinnen und Schüler am IKG in regelmäßigen Abständen ihren Leistungsstand mitgeteilt. Dies erfolgt durch die unterrichtenden Fachlehrerinnen und Fachlehrer vor den Zeugnissen, nach einem Quartal oder am Schülerberatungstag.

2.1 Gemeinsames Lernen

Zum Schuljahr 2014/2015 wurde dem Gymnasium die Beschulung von Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf, die zieldifferent zu unterrichten sind, zugewiesen. So richtete unsere Schule eine Klasse für Schülerinnen und Schüler mit entsprechendem sonderpädagogischen Förderbedarf (Förderschwerpunkt Lernen oder geistige Entwicklung) und Gymnasiasten ein. Im Schuljahr 2015/16 folgte eine weitere Klasse. Die qualifizierte Förderung und Begleitung der dieser Förderschülerinnen und Förderschüler erfolgt neben den Fachlehrerinnen und Fachlehrern durch die Sonderpädagogin Frau Ellerkamp.
Ab dem Schuljahr 2018/2019 wird es aufgrund der Neuausrichtung der Inklusion im Land NRW an unserem Gymnasium keine neuen Klassen mit zieldifferenter Förderung mehr geben. Die Förderschülerinnen und Förderschüler, die bereits an unserer Schule sind, werden bis zu einem möglichen Abschluss an unserer Schule begleitet und gefördert.
Es wird weiterhin am IKG Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf geben, die zielgleich unterrichtet werden können (Förderschwerpunkte Sehen, Hören, Sprache, emotionale und soziale Entwicklung). Im Sinne des „gemeinsamen Lernens“ wollen alle Verantwortlichen diesem Aspekt im Rahmen der Möglichkeiten gerecht werden. Herr Schreiber, als Inklusionskoordinator unserer Schule, berät im Einzelfall die Schülerinnen und Schüler und deren Eltern.

2.2. Individuelle Förderung

Individuelle Förderung ist gemäß §1SchulG und dem Schulleitbild des Im-manuel-Kant-Gymnasiums ein grundlegender und selbstverständlicher Be-standteil unserer schulischen Arbeit. Sie findet in erster Linie als Förderung von Fach- und Lernkompetenzen im Unterricht statt. Alle Lehrerinnen und Lehrer tragen dafür Sorge, dass sie soweit wie möglich auf die individuellen Lernvoraussetzungen und Lernwege ihrer Schülerinnen und Schüler ein-gehen, ihnen Chancen bieten, ihre Stärken zu zeigen und sie dort unter-stützen, wo dies erforderlich ist.
Außerdem bietet unsere Schule zahlreiche und vielfältige Möglichkeiten zur Förderung der Persönlichkeitsentwicklung und zur Förderung besonderer Begabungen. Der Ansprechpartner und Organisator der individuellen För-derung an unserer Schule ist Herr Meyer-Arend.
Auch Schülerinnen und Schüler sind bei der individuellen Förderung ein-gebunden. Die Mitglieder der Gruppe „Schüler helfen Schülern“ bieten ihre Hilfe für alle Hauptfächer an und fördern in der Regel Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I.

2.3 Lern- und Leistungsberatung durch das Beratungsteam

Die Leistungen sind nicht nur abhängig von der Leistungsfähigkeit, sondern auch von der Leistungsbereitschaft der Schülerinnen und Schüler. Es gibt zahlreiche Einflussfaktoren, die die Schulleistungen bestimmen. Einige, z.B. Lernschwierigkeiten, mangelnde Motivation, können ein Anlass für eine Beratung durch eine Beratungslehrerin sein.

3. Begleiten von Schülerinnen und Schülern außerhalb und innerhalb des Unterrichts

Innerhalb und außerhalb des Unterrichts gibt es umfangreiche Angebote, um die Schülerinnen und Schüler in ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu unter-stützen. Neben der schon unter 1.3 genannten Unterstützung bei der Berufs- und Studienwahl gibt es weitere Bausteine die, je nach individuellem
Interesse, den Schülerinnen und Schülern helfen, für sich und ihr Handeln die Verantwortung zu übernehmen.
Hierzu zählen z.B. folgende Bausteine und Angebote:

  • Cyberscouts: Die Cyberscouts sind ausgebildete Schülerinnen und Schüler, die bei Problemen im Umgang mit Medien (z.B. WhatsApp, Facebook) beratend zur Seite stehen. Unterstützung finden die Cyberscouts bei Herrn Beckmann und Herrn Huch.
  • Gesundheitserziehung: An unserer Schule lernen die Schülerinnen und Schüler verantwortungsvoll mit ihrem Körper umzugehen (vergl. Leitbild). Unterstützt werden sie durch den Suchtprophylaxetag, die Gesundheitstage und den sexualpädagogischen Projekttag im Jg. 9. Einige Angebote werden durch außerschulische Organisationen wie AWO, Die Johanniter unterstützt. Die Begleitung und Organisation erfolgen durch Frau Timmer und Herrn Huch.
  • Streitschlichter: Die Streitschlichter AG, betreut von Herrn Pannen, vermittelt in Konflikten von Schülerinnen und Schülern.
  • Schulsanitäter: Die Schulsanitäter beraten die Schülerinnen und Schüler im medizinischen Bereich. „Schulsanitäter machen die wertvolle Erfahrung, dass es ein gutes Gefühl ist, anderen zu helfen; sie gewinnen im Laufe ihres Dienstes ein besonderes Verantwortungsbewusstsein und Selbstvertrauen und üben sich in Teamarbeit; …“ Für die Organisation ist Frau Dr. Fleinghaus verantwortlich.

4. Kollegiale Beratung

Die Beratungslehrerinnen verstehen sich nicht nur als Ansprechpartner für Schülerinnen und Schüler, sondern sind auch Ansprechpartner für Kollegin-nen und Kollegen. Die Beratung kann nach Wunsch in Einzelgesprächen oder an vereinbarten Terminen im Rahmen des „Kollegialen Austausch“ stattfinden. Eine Gruppe von Lehrkräften trifft sich viermal im Schuljahr. Diese Gruppe steht auch für eine „Supervision“ zur Verfügung. Ab dem Schuljahr 2019/2020
findet in diesem Bereich eine Kooperation mit Lehrerinnen und Lehrern der Realschule Süd statt.
Ziele einer Supervision sind:

  • Stärkung der Fähigkeit, sich über eigene Ziele in pädagogischen Situationen klar zu werden und diese in Frage zu stellen.
  • Stärkung der Fähigkeit, eigene emotionale Reaktionen sensibel wahr-nehmen zu können, ohne diese unkontrolliert auszuleben.
  • Stärkung der Fähigkeit, sich in die Positionen anderer Beteiligten am pädagogischen Geschehen einfühlen zu können.
  • Erweiterung der Kommunikationskompetenz.
  • Erweiterung des fachlichen Handlungsspektrums.

5. Zusammenarbeit mit außerschulischen Beratungsstellen

Je nach Sachverhalt kann die Inanspruchnahme externer Beratungsangebote hilfreich oder auch notwendig sein. Die Lehrerinnen und Lehrer vermitteln in diesen Fällen unter Rücksprache mit den Beratungslehrerinnen einen Kontakt zu außerschulischen Beratungsstellen.

  • Jugendamt Bad Oeynhausen Tel. +49 5731 144101 (Nord) Tel. +49 5731 144102 (Süd)
  • Beratungsstelle für Schul- und Familienfragen für den Kreis Minden – Lübbecke Tel. +49 571 8071200
  • Wildwasser Minden e.V. Tel. +49 571 87677
  • mannigfaltig Minden-Lübbecke e.V. Tel. +49 571 8892684
  • Fachstelle für Suchtprävention Tel. +49 571 8285412
  • Kriminalkommissariat für Kriminalprävention und Opferschutz Tel. +49 571 88664705
  • Fragen zur Handy- und Mediennutzung Verbraucherzentrale NRW Tel. +49 571 38637901

6. Zusammenarbeit mit innerschulischen Partnern

Um eine möglichst gute Beratung im Sinne der Ratsuchenden zu erreichen, ist eine Zusammenarbeit und ein Informationsfluss in horizontaler und vertikaler Richtung unerlässlich (vergl. Leitbild der Schule). Die Informationsweitergabe ist im Sinne einer guten Beratung (vergl. 1.1) mit dem Ratsuchenden (Schülerinnen und Schüler, Kolleginnen und Kollegen) abzustimmen.

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