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INFORMATION ZU MUSIK-AG VON DR. SPERLICH

Die Musik-AG "Gebläse" für Jgst. 5-12, Big Band, ggf. Brass Band d.h. entsprechende Blasinstrumente + Perc. / Drums, + ggf Gitarren, + ggf. Taten/Keyboards findet statt:

 

Mittwochs, 9. und 10. Stunde in F 118

 

 

 

 

 

 

K'People - 20 Jahre das "andere" Orchester

Ein Artikel von Alexander Hermelink (Abitur 1999, aktives Mitglied bis 2004)

bassgruppe

Mit gemischten Gefühlen hatte ich mich im März 2015 auf das Motorrad gesetzt. Als Teilnehmer der ersten Mardorffahrt wollte ich auch bei der vielleicht letzten Fahrt dabei sein. Auf dem Weg dorthin ist dieser Artikel auch anders geworden, da man auf dem Motorrad viel Zeit hat um nachzudenken und sich zu erinnern. Musik und Bilder gehen einem durch den Kopf, während man sich durch die norddeutsche Tiefebene "seinem" Orchester nähert.

20 Jahre K'People... Wenn man 20 wird und immer noch zu Hause wohnt, bekommt man irgendwann einmal von Mutti gesagt, ob man nicht langsam ‎ausziehen will. So oder so ähnlich geht es wohl auch gerade den K'People. Nur, dass sie eigentlich nicht ausziehen wollen. Es gibt kaum passende Worte dieses Orchester zu beschreiben. Daher versuche ich es erst gar nicht. Beginnen wir daher von vorne:

20 Jahre ist es her, dass meine kleine Schwester zu mir sagte: "Ey, komm doch mal mit zum Orchester. Die Frau Keisemann-Zach braucht noch einen Klavierspieler. " Orchester. Dieses 5-Mann-Streichensemble, was nur klassische Musik spielt? Aber das wurde doch von Herrn...? "Nein", warf meine Schwester ein, "wir sind anders!". „Anders“, das traf es und trifft es noch heute.

Ich ging hin und da saßen sie. Tim, Ursula, Enno, Tilmann, Manon, Nicola, Frauke, Mike, Meike, Dajana, Anna und einige andere. Geigen, Klarinetten, Querflöten, Trompeten, Posaunen, ‎Cello - und Klavier. Und schon das erste Stück, was ich dann begleiten durfte zeigte, wie anders doch dieses Orchester war: California Dreaming: Dieses Stück - damals "wieder" bekannt geworden durch den Film "Forrest Gump" - passte nun gar nicht zu einem klassischen Orchester. Und das war auch gut so. Ich blieb dabei, lange Jahre, bis zum Abitur und noch etwas länger. Ich lernte meine besten Freunde kennen und verliebte mich. ‎Ich lernte improvisieren und "mitspielen" - sich unterzuordnen fällt einem Pianisten nämlich nicht leicht. Da geht es uns so wie Trompetern.

‎Wenn ich an die Zeit zurückdenke, fallen mir ausnahmslos schöne Dinge ein. Es wird wohl kaum ein Mitglied der K'People geben, dem es anders geht - auch das macht die K'People "anders". Da war der Schlagzeuger, dessen Höchststrafe es war, nicht zum Orchester zu dürfen, der Saxophonist mit dem Problem, die Katze zu spielen (Anm.: Aus „Peter und der Wolf“), der Klavierspieler, der exzellent nach Noten spielen konnte und der andere, dem das nicht so lag und der lieber improvisierte, der Bassist, der keinen Bassschlüssel konnte und der Trompeter, der immer zu laut war, die erste Mardorffahrt mit einem Ausflug zur Inselfestung Wilhelmstein, Sommerfeste und Weihnachtsfeiern, jeden Dienstag die verrückte Truppe wiedersehen, obwohl man sie doch täglich in der Schule sah.

Wir stritten auch, aber nie lange. Wir sprachen uns aus und diskutierten. Über Stücke, Tempo, den Namen und das Logo. ‎Um Logo und Namen ranken sich Legenden, wohlbehütete Geheimnisse. Ich lüfte mal eines: Wir diskutierten einige Namensvorschläge (Muttichester, irgendwas mit Kant, ...) , und kamen zum Ergebnis, dass wir nur "Keisemann-Zach 's Leute" sind. Das konnten wir allerdings weder Erika noch der Schule verkaufen. Und so wurde K'People draus. Für die einen sind es die Leute von Kant, doch die anderen wissen es besser. Das Logo entstand in einer langen Nacht gemeinsam mit Alexander Renz am PC in einem Keller voller PC- und Musikerkram und einer schon damals alten Version von Corel Draw. Es sollte sogar etwas bedeuten: Wir, das Orchester, ordnen das Chaos und bringen viele Strömungen und Linien auf einen Nenner. Manche behaupten, dass es genau andersherum zu verstehen sei. Nebenbei: In der Origi

naldatei sind noch zwei Namen in Pixelgröße "graviert", so war man "damals"...

Freunde fanden sich durch das Orchester, Beziehungen begannen und zerbrachen (Gibt es eigentlich ein Orchesterbaby?)‎. Die Schüler kamen und gingen, aber blieben treu, so lange sie konnten. Manche kamen schon im Grundschulalter, blieben trotz Schulwechsel, gingen erst nach der Ausbildung. Meines Wissens gab es nur vier Schlagzeuger und sieben oder acht Pianisten in 20 Jahren.

Eine wesentliche Konstante ist aber einzigartig: Erika, die besondere Dirigentin ("ohne Ausbildung!")‎, strenge Leiterin, mitfühlende Zuhörerin, Orchestermutti. "Orchestermutti " ist nicht nur ein lustiger Titel: Alle Mitglieder, die ich kenne, fühlen sich wie in einer Familie. Sich um einander kümmern, einander helfen, sich miteinander auseinandersetzen, ohne sie unmöglich. Jeder von uns verdankt Erika viel, musikalisch und für's Leben. Die weihnachtlichen Ehemaligentreffen bei ihr und dem unersetzlichen Orchestertaxi Dietrich zeugen auch davon: Man kommt nach Hause, erzählt sich alte und neue Geschichten. Man fühlt sich auch als Ehemaliger einmal im Jahr wie Zuhause, in der Orchesterfamilie. In dieser Familie ist man anders, da kommen stille Typen aus sich heraus, finden einsame Nerds Anschluss, wilde Kerle sind plötzlich diszipliniert, Zicken werden brav, schüchterne Mäuse zu rockenden Musikern. "Bei mir ist der / ist die nicht so!" sagt und denkt Erika sicher oft im Lehrerzimmer. Ja, Erika, bei Dir sind wir nicht so. Dank Dir!

Ein letztes Wort an euch, K'People, damals und heute: Danke für die gute Zeit mit euch. Mir hat jede Sekunde mit euch Spaß gemacht, von Beginn an bis zum Schluss. Ihr seid eine tolle Mannschaft, eure Konzerte sind großartig, ich höre euch gerne und habe gerne mit euch gespielt. Wohin die Reise auch geht: Das Orchester möge immer ein schöner Teil eures Lebens sein! Vielen Dank für 20 Jahre.hermelink klein

 Alexander Hermelink (Abitur 1999, aktives Mitglied bis 2004)

 

 

 

 

 

 

Die K'People – das Orchester des Immanuel-Kant-Gymnasiums

Jeden Dienstag treffen sich 53 Schülerinnen und Schüler aller Stufen unserer Schule gut gelaunt um 18 Uhr im Raum F118 um zusammen zu musizieren. Rock- und Popmusik, Musical-, Film- und Opernmelodien sowie klassische Musik stehen auf dem Plan. Die Mitglieder schlagen die Stücke vor, die gespielt werden sollen. In unserem Fundus befinden sich mittlerweile mehr als 90 Titel und jedes Jahr kommen mehr dazu.

Frhjahr G2

 

In den Instrumentengruppen helfen sich die K'People untereinander, kümmern sich um die Neueinsteiger und erleichtern ihnen so den Einstieg in unsere Gruppe. Neben dem Spaß am Zusammenspiel nimmt der soziale Kontakt einen großen Raum ein. Das Orchester fährt jedes Jahr zu einem Probenwochenende nach Mardorf am Steinhuder Meer. Hier erfolgt der „Feinschliff" für das jährliche Frühjahrskonzert. Obwohl sehr viel geprobt wird, können sich die Mitglieder hier untereinander sehr gut kennen lernen. Ein Sommer- und ein Winterfest festigen diese sozialen Kontakte.

Am Ende des Schuljahres gestaltet das Orchester die Abiturentlassfeier. Sicher der Höhepunkt im Schulleben, aber für uns leider auch immer der Abschied von den Abiturienten unserer Gruppe. Im Frühjahr 2015 feiern die K'People ihr 20-jähriges Bestehen. Man darf gespannt sein!

Neue Mitspielerinnen und Mitspieler sind immer herzlich willkommen.

Ansprechpartnerin: Erika Keisemann-Zach

 

Bilder vom Probenwochende in Mardorf 2014