banner_01.jpg

Am Immanuel-Kant-Gymnasium legen wir großen Wert auf unsere internationalen Kontakte. Wir fördern die Begegnungen einzelner Schülerinnen oder Schüler mit Gästen und Gastgebern aus der ganzen Welt. Einzelne Austauschbegegnungen haben in der Vergangenheit mit Schülerinnen und Schülern aus den USA, aus Brasilien, Argentinien, Australien, Großbritannien, der Schweiz und Frankreich stattgefunden. Wir beurlauben unsere Schülerinnen und Schüler für den Auslandsaufenthalt, der zwischen drei Wochen und einem Jahr liegen kann, und freuen uns, wenn ihre Partnerinnen für einen entsprechenden Zeitraum unsere Schule besuchen.

Wir veranstalten mit unseren Partnerschulen jährlich oder zweijährlich einen Besuch unserer Schülerinnen und Schüler in Gastfamilien dort und eine Gegenbesuch bei uns. Auch hier wohnen die Gäste in Gastfamilien. Neben dem Unterrichtsbesuch und dem Kennenlernen der jeweiligen Schule lernen die Austauschpartner typische Kulturgüter des Gastlandes kennen.

Teilnehmen können Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 9 bis Q1. Da es fast immer mehr Interessierte als Teilnehmerplätze gibt, greifen wir auf Auswahlverfahren zurück. Nähere Einzelheiten teilen die Verantwortlichen mit.

Frankreich

Schüleraustausch mit Avranches

Manchmal weiß man schon gar nicht mehr, wie es angefangen hat. Fast 20 Jahre ist es her. Die Fachschaft Französisch suchte verzweifelt nach einer frz. Austauschschule. Man hatte den Eindruck, dass alle Schulen schon vergeben waren. Die frz. Partnerstadt Bad Oeynhausens, Fismes, verfügte leider über kein Lycée, das Collège hatte schon einen Austausch mit der Realschule Bad Oeynhausens. Man kann sagen, dass wir, die Französischlehrer, kaum noch Hoffnung hatten, einen Austausch mit einer frz. Schule organisieren zu können.


Doch wie so oft, Zufälle wie private Kontakte von Schülereltern ließen uns an eine Adresse in Frankreich kommen. Der damalige Schulleiter Herr Krutemeier packte die Sache beim Schopfe, machte sie zur "Chefsache" - und siehe da: Wir hatten eine Schule für uns gewonnen.


Avranches - eine wunderschöne Stadt, ganz nahe an der Ärmelkanalküste, unweit des berühmten Mont Saint Michel. Ein Collège (Sekundarstufe I) und ein Lycée (Sek II) in katholischer Trägerschaft, "Notre Dame de la Providence" hatten ein großes Interesse an einem Austausch mit uns. Die Eindrücke unseres ersten Besuches waren sehr ermutigend: das Engagement und die Freundlichkeit unserer frz. Partner waren überwältigend.

      

Über 20 Jahre Partnerschaft mit unserer französischen Schule, das belegt, wie wichtig uns dieser Austausch ist und wie gut unsere Beziehungen zu dieser Schule sind.

Nicht, dass es nie Schwierigkeiten in der Organisation gab, wo doch die Partnerschule deutlich kleiner als die unsrige ist und in Frankreich die Bereitschaft der Schüler Deutsch zu lernen ein wenig nachgelassen hat. (Wir werden eines Tages vor dem gleichen Problem stehen, wenn aus unerfindlichen Gründen der französischen Sprache durch Italienisch oder Spanisch eine Konkurrenz erwächst.) Aber der französischen Seite ist es gelungen, den Austausch im Zweijahresrhythmus mit einer großen Schülergruppe zu stabilisieren.

Der Name der Schule hat sich geändert. Früher der einfache aber bezeichnende Name „L’Institut Notre Dame“ (man merkt es gleich: eine katholische Schule, die ein Collège (≈Sek I) und ein Lycée (≈Sek II) beherbergte), heute die klingende Bezeichnung „Lycée Notre Dame de la Providence“, weil es aus zwei katholischen Sek II Schulen, die eine eher auf ein „technisches“ Abitur, die andere auf ein allgemeines Abitur spezialisiert, hervorgegangen ist, nämlich aus dem „LTP La Providence“ und dem „Institut Notre Dame“.

Der LNDP liegt in Avranches einer hübschen Kleinstadt in der Normandie am Ärmelkanal, unweit der Bretagne. Mit seinen ca. 28.500 Einwohnern scheint sie recht groß zu sein (fast wie Bad Oeynhausen), die Stadt selbst (ohne die umliegenden Dörfer) beherbergt aber nur ca. 8.500 Einwohner. Ein Blick auf die „Geschichtsseite“ der Stadt Avranches vermittelt einen Eindruck von der recht bewegten Vergangenheit der Stadt.
Man kann die französischen Schüler wirklich beneiden, haben sie doch von einigen Klassenzimmern aus einen wunderschönen Blick auf die Bucht und auf den „Mont Saint Michel“.

Über 20 Jahre Austausch mit Avranches – wir danken unseren französischen Partnern für ihr Engagement, denn ohne ihre Bereitschaft, Zeit und Mühe in unser gemeinsames Projekt zu investieren, könnten wir nicht alle 2 Jahre nach Avranches fahren um unser Französisch zu testen und am Leben in Avranches teilzuhaben.

Schweiz

Schüleraustausch mit Genf

Alljährlich haben wir die Gelegenheit, Schüler des Jahrgangs 9 mit unserer Partnerschule in Genf (französischsprachige Schweiz) auszutauschen. Der Kontakt über Briefe, Telefon und Internet beginnt Ende der Klasse 8, wenn man zu den Glücklichen gehört, die ausgelost wurden.

Im Herbst fahren wir dann für eine Woche nach Genf zu unseren französischsprachigen Austauschpartnern. Zusätzlich zu den vielen sprachlichen und kulturellen Erfahrungen, die wir dort machen, garantiert die Stadt ein interessantes Programm, wie den Besuch bei den Vereinten Nationen und des Museums des Internationalen Roten Kreuzes.

    Genf3           Genf2

 

Ein halbes Jahr später folgt der Gegenbesuch der Schweizer. Viele Freundschaften werden vertieft und weitere Besuche sind nach einem tränenreichen Abschied ja nicht ausgeschlossen!

Alors: Au revoir!"

Bildergalerie Genf

USA

Schüleraustausch mit Tennessee

Neben den Schüleraustauschen im europäischen Ausland ist das Immanuel-Kant-Gymnasium stolz auf seinen seit 2011 bestehenden Austausch mit zwei High Schools im US-Staat Tennessee. Seit drei Jahren nehmen Frau Siekmann, Herr Kühr und eine 14köpfige Schülergruppe der Jahrgangsstufe 10 die lange Reise ins entfernte Amerika auf sich und - wie die heimkehrenden Schülerinnen und Schüler (im Folgenden nur Schüler genannt) jedes Jahr einstimmig bestätigen – es lohnt sich!



Während die deutschen Schüler aus den Medien oder aus dem Urlaub eher amerikanische Großstädte mit ihren touristischen Attraktionen kennen, erleben sie während des Schüleraustausches in Gastfamilien das typisch amerikanische Leben in einer kleinen Südstaatenstadt.

Begonnen hat der Austausch 2011 mit der Greeneville High School, die von ca. 850 Schülern der Jahrgangsstufen 9 bis 12 besucht wird. Die historische Stadt Greeneville war die Heimat des 17. US Präsidenten Andrew Johnson (1808-1875) und ist mit ca. 15.000 Einwohnern eine kleine beschauliche Stadt am Fuße der Appalachen.

Seit 2013 beteiligt sich nun auch die ca. 50 km entfernte Morristown-Hamblen High School East am Schüleraustausch. Die recht große Schule wird von insgesamt ca. 1.500 Schülern besucht. Auch die Stadt selbst ist mit knapp 30.000 Einwohnern erheblich größer als Greeneville. Beide Austauschstädte sind dennoch Kleinstädte, die jedoch durch ihre geographische Lage am Fuße des Appalachen-Gebirges landschaftlich sehr attraktiv sind.

An beiden Schulen haben die deutschen Schüler die Chance, den amerikanischen Schulalltag und das für deutsche Schüler attraktive Schulleben kennen zu lernen. Unbekannte Fächer wie z.B. Criminal Justice, Personal Accounts oder Psychology; Sportwettkämpfe der Schulteams in Sportarten wie z.B. American Football, Baseball oder Basketball und das tägliche Mittagessen in einer großen Schulkantine sind neue, interessante Erfahrungen, die unsere Schüler an den beiden High Schools sammeln können.

Neben dem mehrtägigen Besuch der High School, unternehmen die Schüler verschiedene Ausflüge mit ihren Gastfamilien sowie der gesamten deutsch-amerikanischen Schülergruppe. Programmpunkte sind u.a. ein Ausflug in den Great Smoky Mountains Nationalpark und in den Freizeitpark der Country Legende Dolly Parton (Dollywood), sowie Besuche einer größeren Stadt (z.B. Knoxville oder Asheville), einer typischen amerikanischen Mall und eines Footballspiels.

Die 14tägige Reise unserer Schüler nach Tennessee findet jährlich im Oktober statt, während wir die amerikanische Schülergruppe im Frühsommer in Bad Oeynhausen willkommen heißen.

Wir freuen uns schon heute auf den nächsten Schüleraustausch mit zahlreichen Bewerbungen!
(F. Siekmann für die Fachschaft Englisch)

Russland

Schüleraustausch mit Wolgograd

Seit 1993 besteht zwischen dem IKG und der Allgemeinbildenden Schule Nr.75 in Wolgograd ein Schüleraustausch. In dieser Zeit haben unter der Leitung der Russischlehrerin Maria Schmieding - Helmbold bereits viermal Besuche und Gegenbesuche stattgefunden, wobei der letzte 2002 erfolgte.

Alle Begegnungen waren ausnahmslos sehr erfreulich, bereichernd und unproblematisch, was bei einem Schüleraustausch nicht immer selbstverständlich ist. Die anfänglich befürchteten angeblichen Mentalitätsunterschiede und Sprachbarrieren erwiesen sich als unerheblich und wenig störend und wurden bisweilen mit viel Fantasie und Humor leicht überwunden.

Nach einem anstrengenden Flug über Moskau wurden die Gruppen von den Gastgebernam Flughafen abgeholt und in den jeweiligen Familien untergebracht, wo sie eine Woche lang die sprichwörtliche Gastfreundschaft der Russen kennen lernen durften!

Es wurde immer ein reichhaltiges Programm angeboten. Dabei stand die Schule im Mittelpunkt, wobei die jüngeren Schüler in ihren Schuluniformen ein Blickfang waren. Die Besichtigung der geschichtsträchtigen Stadt mit ihren beeidruckenden Monumenten zur Erinnerung an die Schlacht bei Stalingrad war immer ein obligatorischer Programmpunkt, der viel Gesprächsstoff zur wechselvollen deutsch-russischen Geschichte bot.

Eine Schifffahrt auf der Wolga, dem größten europäischen Strom, und ein Ausflug in die kasachische Steppe vermittelten eine Ahnung von der Weite des Landes. Übereinstimmend wurde von den Schülerinnen und Schülern die Meinung geäußert, dass der Austausch sehr lohnend war und nachhaltige Eindrücke hinterlassen hat, was man auch daran festmachen kann, dass zwischen einigen Teilnehmern immer noch Kontakte bestehen. Es bleibt zu hoffen, dass nach der längeren Pause wieder eine kleine Gruppe die lange, aber interessante Fahrt antritt.