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Schulleben

Russisch

Das Fach Russisch hat an unserer Schule eine lange Tradition. Bereits seit 25 Jahren wird am Immanuel-Kant-Gymnasium Russisch neueinsetzend in der Oberstufe als vierte Fremdsprache angeboten.

1. Zur Bedeutung der russischen Sprache
“Die russische Sprache hat die Lebendigkeit des Französischen, die Zärtlichkeit des Italienischen, die Feierlichkeit des Spanischen, die Stärke des Deutschen und ist so ausdrucksvoll wie Latein.“ (Michail Lomonosow)

Russisch aus Freude
Russisch ist einfach anders. Wer schon einmal in Russland gewesen ist, wird dies auch schnell merken. Man wird von Anfang an akzeptiert und man erfährt dort die berühmte russische Gastfreundschaft. Daher ist eine Reise nach Russland immer lohnend!
Russisch ist eine europäische Kultursprache. Der Russisch-Unterricht eröffnet den geistigen Zugang zu einem Land, das Europa mit seinen zahlreichen Schriftstellern, Malern und Komponisten geprägt und seine Spuren hinterlassen hat.
Russland entwickelte sich – vor allem in den letzten 10 Jahren – mit seinen Rohstoffen zu einer starken international attraktiven Handelsmacht, Deutschland ist sein größter Handelspartner. Seit den 90er Jahren nimmt die Zahl der deutschen Unternehmen ständig zu, die mit Russland kooperieren. Arbeitnehmer mit Russischkenntnissen sind auf dem Arbeitsmarkt sehr gefragt! Nachhaltige Wirtschaftskontakte mit Russland verlangen nicht nur die Beherrschung der russischen Sprache, sondern auch Kenntnisse über die Mentalität sowie historische und kulturelle Gegebenheiten der russischen Welt.
Die Beherrschung der russischen Sprache gewährleistet nicht nur den direkten Zutritt zur Kultur des Landes, sondern auch einen unverfälschten Einblick in sein politisches und gesellschaft-liches Leben sowie seine Wissenschaft und Technik.

Russisch ist ein Sprungbrett für weitere slawische Sprachen
Russisch wird von 140 Millionen Menschen als Muttersprache gesprochen. Ein Drittel der europä-ischen Bevölkerung ist slawisch; Russischkenntnisse erleichtern so auch den Zugang zu anderen slawischen Sprachen wie z.B. Polnisch, Serbisch, Kroatisch usw., und viele Schüler mit Kenntnissen anderer slawischer Sprachen werden davon im Russischuntericht profitieren.
Es sollte auch erwähnt werden, dass der Russisch-Unterricht vielen Kindern aus Aussiedlerfamilien die Möglichkeit bietet, diese Sprache, die für die meisten die erste gesprochene Sprache war, nicht zu vergessen, indem sie auch die Schrift und das flüssige Lesen lernen.

2. Ziele und Methoden des Russisch-Unterrichts am IKG
Unsere Kurse wenden sich an Neulerner und an solche Schüler, die bereits Kenntnisse in der russischen Sprache mitbringen.
In den ersten beiden Jahren geht es zunächst darum, die Fähigkeit und Bereitschaft der Schülerinnen und Schüler zur Kommunikation in der russischen Sprache zu entwickeln und sie zu befähigen, in für sie bedeutsamen Alltagssituationen die Sprache sach- und situationsgerecht einzusetzen.
Ganz zu Beginn lernen wir dabei die russische Schriftsprache kennen – und stellen oftmals sehr schnell fest, dass das leichter fällt als gedacht.
Ein weiteres Ziel des Russischunterrichts ist das interkulturelle Lernen, wobei Schülerinnen und Schüler in der Begegnung mit der russischsprachigen Lebenswirklichkeit andere Lebensformen und kulturelle Verhaltensmuster und Wertsysteme kennen und respektieren lernen. Daher beschäftigen wir uns mit der Geschichte Russlands, mit seiner Geographie, seinen Städten und Sehenswürdig-keiten, aber auch mit aktuellen Fragen der Entwicklung der russischen Gesellschaft.

3. Die Situation des Faches Russisch an unserer Schule
Im Augenblick haben wir in allen Jahrgangsstufen der Oberstufe Grundkurse, am Ende der 12. Jahrgangsstufe kann das schriftliche Abitur im 3. Fach oder das mündliche Abitur im 4. Fach abge-legt werden. Viele Schüler aller Abiturjahrgänge haben erfolgreich diese Möglichkeit gewählt.
Als Arbeitsmaterial verwenden wir das Lehrmaterial „Konetschno!“ - was soviel wie „Natürlich!“ bedeutet. Neben diesen Lehrbüchern verwenden wir geeignete Arbeitshefte und Zusatzmaterialien wie CDs, Videos und DVDs, aber auch kürzere Lesetexte.
Bereits seit 1993 besteht eine funktionierende Schulpartnerschaft mit der Schule No. 75 in Wolgo-grad und dass schon viermal fanden für alle Beteiligten erfolgreiche Besuche und Gegenbesuche statt. Dieser Schüleraustausch hat sicherlich bleibende Eindrücke bei den Teilnehmern hinterlassen und darf bezüglich seiner völkerverbindenden Wirkung nicht unterschätzt werden. So bildet er eine sinnvolle Ergänzung zum Russischunterricht am IKG.

4. Russischlehrer am Immanuel-Kant-Gymnasium
Jan Schneidereit (Russisch, Deutsch, Literatur)
Irene Hartmann (Russisch, Englisch)


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Religion

Evangelische und katholische Religionslehre

Ein verdächtig langer Titel - schon der Umfang der Überschrift deutet an, dass unser Fach zumindest partiell aus dem Rahmen des Üblichen herausfällt. Deshalb ist es nötig, vor der Darstellung unserer eigentlichen schulischen Arbeit auf deren wichtigste Voraussetzungen hinzuweisen.

Rechtliche und organisatorische Rahmenbedingungen
Als man im Unterschied zu jedem anderen Unterrichtsfach Religionslehre im Grundgesetz verankerte, wollte man im Blick auf die volkskirchlich gebundene Mehrheit der Bevölkerung die Vermittlung von Maßstäben zur persönlichen Orientierung sowie die Auseinandersetzung mit den religiösen Wurzeln unserer Kultur ermöglichen. Der Religionsunterricht sollte "in Übereinstimmung mit den Grundsätzen der Religionsgemeinschaften" erteilt werden (GG Art. 7 Abs. 3). In unserem Land waren und sind dies vor allem die katholische und die evangelische Kirche.
Die Gesetzeslage und der Stand des ökumenischen Gespräches lassen einerseits keinen Zweifel daran, dass es in absehbarer Zeit bei der Zweiteilung von evangelischem und katholischem Religionsunterricht bleiben wird. Nun hat aber andererseits die gute ökumenische Zusammenarbeit in Ostwestfalen eine lange Tradition, und so ist es seit Jahrzehnten am Immanuel-Kant-Gymnasium üblich, in den Religionskursen der Oberstufe zu kooperieren; der Grundgedanke war, zu kleine (katholische) Gruppen vor einem Schattendasein am späten Nachmittag zu bewahren. Die zunehmende Größe unserer Schule, Lehrermangel und nicht zuletzt das fehlende konfessionelle Bewusstsein in Eltern- und Schülerschaft haben dazu geführt, dass dieses Kooperationsmodell auch in der Sekundarstufe I Einzug gehalten hat, so dass dort seit einigen Jahren Religionsunterricht im Klassenverband unterrichtet wird. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass die Eltern damit einverstanden sind, dass ihr Kind auch von einem Kollegen der anderen Konfession unterrichtet wird.
In jüngerer Zeit hat der Streit um das Fach Lebensgestaltung/Ethik/Religionskunde in Brandenburg die Diskussion um den Verfassungsrang unseres Unterrichts (einmal mehr) angeheizt; auch in Nordrhein-Westfalen wurde das Fach von politischer Seite hinterfragt. Schließlich sind es nicht zuletzt die Auflösungserscheinungen der Volkskirchen selbst, die die Frage aufgeworfen haben, ob der Religionsunterricht herkömmlicher Prägung allein eine Werteerziehung für die Mehrzahl der SchülerInnen gewährleisten kann. Im Zusammenhang mit dieser Diskussion ist die flächendeckende Einführung des Faches "Praktische Philosophie" zu verstehen, die sicherstellen soll, dass alle SchülerInnen sich mit Fragen ethischer Orientierung auseinandersetzen. Auch für unsere Schule heißt das, dass langfristig das Fach "Praktische Philosophie" an Bedeutung gewinnen und eine Alternative vor allem für die wachsende Gruppe konfessionsloser SchülerInnen darstellen wird.
Da Religionslehre wegen der Bindung an die Grundsätze der Religionsgemeinschaften kein Fach wie jedes andere ist, billigt das Gesetz Schülern und Lehrern die Möglichkeit zu, sich gegen das Fach Religionslehre zu entscheiden. So kann kein Lehrer gegen seinen Willen verpflichtet werden, Religionsunterricht zu erteilen (für alle anderen Fächer gilt das nicht!). SchülerInnnen können sich mit Erreichen der Religionsmündigkeit mit 14 Jahren aus Gewissensgründen vom Religionsunterricht befreien lassen.
Bis vor zwei Jahren war Religionslehre ein häufig gewähltes - vor allem mündliches - Abiturfach, da es das gesellschaftswissenschaftliche Aufgabenfeld abdeckt. Nun müssen die SchülerInnen seit Einführung neuer Bestimmungen für die Oberstufe zusehends mehr Fächer bis zum Ende ihrer Schullaufbahn belegen, und so erleidet unser Fach wie alle anderen, die die Pflichtbindung am Ende der Jahrgangsstufe 11 verlieren, Einbußen bei der Wahl zur Jahrgangsstufe 12 und der Abiturfächer.

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Schulinternes Curriculum: Religionslehre, Sekundarstufe I

Einer langjährigen Tradition folgend, wird der Lehrplan Religionslehre von den evangelischen und katholischen Religionslehrerinnen und –lehrern gemeinsam verantwortet. Unterschiedliche Akzentsetzungen, die sich auf Grund der jeweiligen konfessionellen Lehrtraditionen und verwendeten Lehrwerke ergeben, werden gegenseitig respektiert.
Der Religionsunterricht ist in besonderem Maße auf Schülerorientierung angelegt; deshalb wurde der Bereich der Obligatorik so begrenzt, dass in jedem Halbjahr noch Zeit bleibt für mindestens eine weitere, auf die Situation bzw. das Interesse der Lerngruppe bezogene Unterrichtsreihe. Die Kompetenzen sind in dieser Übersicht aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht vermerkt worden.

Jg. 5.1

Evgl. Vorgaben Thema der Unterrichtsreihe Kath. Vorgaben
Inhaltsfeld 1:
Entwicklung einer eigenen religiösen Identität
Inhaltlicher Schwerpunkt: Gottesvorstellungen im Lebenslauf
Geschichten von Vätern und Müttern des Volkes Israel Inhaltsfeld 2:
Sprechen von und mit Gott
Inhaltliche Schwerpunkte:
- Bildliches Sprechen von Gott
- Gebet als „sprechender Glaube“

 

Evgl. Vorgaben Thema der Unterrichtsreihe Kath. Vorgaben
  Bibelkurs Inhaltsfeld 3:
Bibel als „Ur-kunde“ des Glaubens an Gott
Inhaltlicher Schwerpunkt:
Bibel – Aufbau, Inhalte, Gestalten

 

Jg. 5.2

Evgl. Vorgaben Thema der Unterrichtsreihe Kath. Vorgaben
Inhaltsfeld 3:
Einsatz für Gerechtigkeit und Menschenwürde
Inhaltlicher Schwerpunkt 2: Verantwortung für die Welt als Gottes Schöpfung
Die Welt als Gottes Schöpfung sehen Inhaltsfeld 1:
Menschsein in Freiheit und Verantwortung
Inhaltlicher Schwerpunkt:
Der Mensch als Geschöpf Gottes und Mitgestalter der Welt

 

Evgl. Vorgaben Thema der Unterrichtsreihe Kath. Vorgaben

Inhaltsfeld 3:
Einsatz für Gerechtigkeit und Menschenwürde

Inhaltlicher Schwerpunkt 1: Zukunftsgewissheit und Gegenwartskritik: Propheten damals und heute
Alttestamentliche Propheten als Mahner gegen das Unrecht und als Vorbilder  

 

Jg. 6.1

Evgl. Vorgaben Thema der Unterrichtsreihe Kath. Vorgaben
Inhaltsfeld 2:
Christlicher Glaube als Lebensorientierung
Inhaltlicher Schwerpunkt: Lebensangebote von Jesus aus Nazareth
Lebensangebote von Jesus an Menschen von damals und heute Inhaltsfeld 4:
Jesus der Christus
Inhaltlicher Schwerpunkt:
Die Botschaft Jesu in seiner Zeit und Umwelt

 

Evgl. Vorgaben Thema der Unterrichtsreihe Kath. Vorgaben
Inhaltsfeld 4:
Kirche und andere Formen religiöser Gemeinschaft
Inhaltlicher Schwerpunkt: Kirche in konfessioneller Vielfalt

Ursprünge der Kirche
Evangelisch und katholisch – Wege zu einem neuen Miteinander

Inhaltsfeld 5:
Kirche als Nachfolgegemeinschaft
Inhaltliche Schwerpunkte:
- Anfänge der Kirche
- Sakramente

 

Jg. 6.2

Evgl. Vorgaben Thema der Unterrichtsreihe Kath. Vorgaben
Inhaltsfeld 5:
Im Dialog mit Religionen und Weltanschauungen
Inhaltlicher Schwerpunkt: Der Glaube an Gott in den abrahamitischen Religionen und seine Konsequenzen für den Alltag
Gemeinsamkeiten und Unterschiede des Gottesglaubens von Abrahams Kindern (Schwerpunkt Islam) Inhaltsfeld 6: Weltreligionen und andere Wege der Sinn- und Heilssuche
Inhaltlicher Schwerpunkt:
Grundzüge der abrahamitischen Religionen

 

Jg. 7.1

Evgl. Vorgaben Thema der Unterrichtsreihe Kath. Vorgaben
Inhaltsfeld 3:
Einsatz für Gerechtigkeit und Menschenwürde
Inhaltlicher Schwerpunkt 1: Diakonie – Einsatz für die Würde von Menschen
Diakonisches Handeln als Einsatz für die Würde des Menschen Inhaltsfeld 1:
Menschsein in Freiheit und Verantwortung
Inhaltlicher Schwerpunkt:
Ethische Herausforderungen menschlichen Handelns

 

Evgl. Vorgaben Thema der Unterrichtsreihe Kath. Vorgaben
Inhaltsfeld 1:
Entwicklung einer eigenen religiösen Identität
Inhaltlicher Schwerpunkt 1: Bilder von Männern und Frauen als Identifikationsangebote
Wer bin ich, wer bist du? – von Gott getragen Inhaltsfeld 1:
Menschsein in Freiheit und Verantwortung
Inhaltlicher Schwerpunkt:
Menschsein in der Spannung von Gelingen, Scheitern und der Hoffnung auf Vollendung

Inhaltsfeld 3:
Bibel als „Urkunde“ des Glaubens an Gott
Inhaltlicher Schwerpunkt:
Erzählungen der Bibel als gedeutete Glaubenserfahrung

 

Jg. 7.2

Evgl. Vorgaben Thema der Unterrichtsreihe Kath. Vorgaben
Inhaltsfeld 3:
Einsatz für Gerechtigkeit und Menschenwürde
Inhaltlicher Schwerpunkt 2: Verantwortung für eine andere Gerechtigkeit in der Einen Welt
Die Gerechtigkeit Gottes als Hoffnung für die Eine Welt Inhaltsfeld 1:
Menschsein in Freiheit und Verantwortung
Inhaltlicher Schwerpunkt:
Ethische Herausforderungen menschlichen Handelns

 

Evgl. Vorgaben Thema der Unterrichtsreihe Kath. Vorgaben
Inhaltsfeld 1:
Entwicklung einer eigenen religiösen Identität
Inhaltlicher Schwerpunkt 1: Bilder von Männern und Frauen als Identifikationsangebote

Inhaltsfeld 5:
Im Dialog mit Religionen und Weltanschauungen
Inhaltlicher Schwerpunkt 2: Weltbilder und Lebensregeln in Religionen und Weltanschauungen
Judentum Inhaltsfeld 3:
Bibel als „Ur-kunde“ des Glaubens an Gott
Inhaltliche Schwerpunkte:
- Entstehung und Sprachformen biblischer Texte
- Erzählungen der Bibel als gedeutete Glaubenserfahrung

Inhaltsfeld 6: Weltreligionen und andere Wege der Sinn- und Heilssuche
Inhaltliche Schwerpunkte:
- Religionen als Wege der Heilssuche
- Zeitgenössische Sinn- und Heilsangebote

 

Jg. 8.1

Evgl. Vorgaben Thema der Unterrichtsreihe Kath. Vorgaben
Inhaltsfeld 1:
Entwicklung einer eigenen religiösen Identität
Inhaltlicher Schwerpunkt 2: Reformatorische Grundeinsichten als Grundlagen der Lebensgestaltung

Befreiung durch den Glauben – reformatorische Einsichten damals und heute

Kirchenräume – Kirchenträume – damals und heute in ihrer Bedeutung für das Kirche-sein

Inhaltsfeld 1:
Menschsein in Freiheit und Verantwortung
Inhaltliche Schwerpunkte:
Menschsein in der Spannung von Gelingen, Scheitern und der Hoffnung auf Vollendung

Inhaltsfeld 5:
Kirche als Nachfolgegemeinschaft
Inhaltliche Schwerpunkte:
- Reformation – Ökumene
- Kirche angesichts zeitgeschichtlicher Herausforderungen
- Symbolsprache kirchlichen Lebens

 

Evgl. Vorgaben Thema der Unterrichtsreihe Kath. Vorgaben
Inhaltsfeld 4:
Kirche und andere Formen religiöser Gemeinschaft
Inhaltlicher Schwerpunkt: Kirche und religiöse Gemeinschaften im Wandel
Kirche und religiöse Gemeinschaften – Freiheit des Glaubens oder trügerisches Glück? Inhaltsfeld 6: Weltreligionen und andere Wege der Sinn- und Heilssuche
Inhaltliche Schwerpunkte:
- Religionen als Wege der Heilssuche
- Zeitgenössische Sinn- und Heilsangebote

 

Jg. 8.2

Evgl. Vorgaben Thema der Unterrichtsreihe Kath. Vorgaben
Inhaltsfeld 2:
Christlicher Glaube als Lebensorientierung
Inhaltlicher Schwerpunkt 2: Die Botschaft Jesu vom Reich Gottes
Die Botschaft Jesu vom Reich Gottes Inhaltsfeld 4:
Jesus der Christus
Inhaltliche Schwerpunkte:
- Jesu Botschaft von der Fülle des Lebens
- Vom Tod zum Leben – Leiden, Kreuz und Auferstehung

Inhaltsfeld 3:
Bibel als „Urkunde“ des Glaubens an Gott
Inhaltliche Schwerpunkte:
- Entstehung und Sprachformen biblischer Texte
- Erzählungen der Bibel als gedeutete Glaubenserfahrung

 

Evgl. Vorgaben Thema der Unterrichtsreihe Kath. Vorgaben
Inhaltsfeld 5:
Im Dialog mit Religionen und Weltanschauungen
Inhaltlicher Schwerpunkt 2: Weltbilder und Lebensregeln in Religionen und Weltanschauungen
Auseinandersetzung der Weltdeutung und dem Menschenbild des Hinduismus Inhaltsfeld 6: Weltreligionen und andere Wege der Sinn- und Heilssuche
Inhaltliche Schwerpunkte:
- Religionen als Wege der Heilssuche
- Zeitgenössische Sinn- und Heilsangebote

 

Jg. 9.1

Evgl. Vorgaben Thema der Unterrichtsreihe Kath. Vorgaben
Inhaltsfeld 2: Christlicher Glaube als Lebensorientierung
Inhaltlicher Schwerpunkt 1: Der Hoffnungshorizont von Kreuz und Auferweckung Jesu Christi
Der Hoffnungshorizont von Kreuz und Auferweckung Jesu Christi Inhaltsfeld 4: Jesus der Christus
Inhaltliche Schwerpunkte:
- Jesu Botschaft von der Fülle des Lebens
- Vom Tod zum Leben – Leiden, Kreuz und Auferstehung

 

Evgl. Vorgaben Thema der Unterrichtsreihe Kath. Vorgaben
Inhaltsfeld 5: Im Dialog mit Religionen und Weltanschauungen
Inhaltlicher Schwerpunkt 2: Weltbilder und Lebensregeln in Religionen und Weltanschauungen
Auseinandersetzung mit der Weltdeutung und dem Menschenbild des Buddhismus Inhaltsfeld 6: Weltreligionen und andere Wege der Sinn- und Heilssuche
Inhaltliche Schwerpunkte:
- Religionen als Wege der Heilssuche
- Zeitgenössische Sinn- und Heilsangebote

 

Jg. 9.2

Evgl. Vorgaben Thema der Unterrichtsreihe Kath. Vorgaben
Inhaltsfeld 5:
Im Dialog mit Religionen und Weltanschauungen
Inhaltlicher Schwerpunkt 1: Auseinandersetzung mit Gott zwischen Bekenntnis, Indifferenz und Bestreitung
Für oder gegen Gott – mir doch egal! Inhaltsfeld 2:
Sprechen von und mit Gott
Inhaltliche Schwerpunkte:
- Biblische Gottesbilder
- Gottesglaube angesichts von Zweifel, Bestreitung und Indifferenz

 

Evgl. Vorgaben Thema der Unterrichtsreihe Kath. Vorgaben
Inhaltsfeld 6:
Religiöse Phänomene in Alltag und Kultur
Inhaltlicher Schwerpunkt: Religiöse Prägungen in Kultur, Gesellschaft und Staat
Kirche im Nationalsozialismus: Anpassung oder Widerstand – Beispiele gelebten Glaubens Inhaltsfeld 5:
Kirche als Nachfolgegemeinschaft
Inhaltlicher Schwerpunkt:
Kirche angesichts zeitgeschichtlicher Herausforderungen

 

Oberstufen-Curriculum (Kurzübersicht):

Vorbemerkungen zum Oberstufen-Lehrplan:

Für jeden Jahrgang werden mehrere Religionskurse angeboten. Man kann auch jedes Jahr Religion als 3. oder 4. Abiturfach wählen. Die Darstellung der Unterrichtsvorhaben im schulinternen Lehrplan deckt sämtliche in den Kernlehrplänen angeführten Kompetenzen ab.

Die Vorgaben der evangelischen und katholischen Kernlehrpläne sind möglichst weitgehend aufeinander abgestimmt. Dadurch ist es möglich, bei einem Wechsel in einen anderen Kurs im Übergang von Q 1 nach Q 2 die abiturrelevanten Vorgaben einzuhalten.

 

EF / 10 1. Halbjahr:

Unterrichtsvorhaben I

Thema: Der Mensch zwischen Selbstbestimmung und Selbstverfehlung – biblische Impulse zum Selbstverständnis des Menschen und seiner Aufgabe in Gottes Welt

Inhaltliche Schwerpunkte: Gen 2-3 u.a. biblische Texte

Unterrichtsvorhaben II

Thema: Dürfen wir alles, was wir können?

Inhaltliche Schwerpunkte: biblische und philosophische Texte zur Ethik

Sozial-diakonisches Altenheimprojekt

 

EF / 10 2. Halbjahr:

Unterrichtsvorhaben III

Thema: „Wo gehöre ich hin?“ – Kirche (noch) in der Nachfolge Jesu Christi?! - Ihr Selbstverständnis und ihre Angebote

Inhaltliche Schwerpunkte: Nachfolge, pluralistische Gesellschaft, kirchliche Angebote

Unterrichtsvorhaben IV:

Thema: „Zwischen Sintflut und Regenbogen“ – Der Mensch zwischen Zukunftsangst und Zukunftsvisionen - Gegen eine eindimensionale Sicht von Wirklichkeit

Inhaltliche Schwerpunkte: wissenschaftliche und christliche Wirklichkeitsanschauungen im Dialog, Offenbarung des Johannes, biblische Endzeitvorstellungen, Christus als Weltenrichter, theologische Texte zur Eschatologie

 

Q 1 / 11:

Halbjahrsthema 1. Hj.: Jesus Christus

1. Unterrichtsvorhaben: Die Reich-Gottes-Botschaft am Beispiel der Gleichnisse Jesu und der Bergpredigt

2. Unterrichtsvorhaben: Jesu Kreuz und Auferstehung als Grundlage für ein gelingendes Lebenskonzept in den Herausforderungen der Gegenwart

Halbjahrsthema 2. Hj.: Kirche

1. Unterrichtsvorhaben: Die Kirche in ihrer Geschichte

2. Unterrichtsvorhaben: Kirche heute

 

Q 2 / 12:

Halbjahrsthema 1. Hj.: Die Frage nach Gott

1. Unterrichtsvorhaben: Biblisches Reden von Gott

2. Unterrichtsvorhaben: Streit um den Gottesglauben: Religionskritik und Theodizeefrage

Halbjahrsthema 2. Hj.: „Nun aufwärts froh den Blick gewandt und vorwärts fest den Schritt ...“

1. Unterrichtsvorhaben: Das Eschaton als Herausforderung zur Auseinandersetzung mit der menschlichen Endlichkeit: Der Mensch zwischen Verdrängung des Todes und der Sehnsucht nach Vollendung

2. Unterrichtsvorhaben: Innerhalb der Endlichkeit getragen vom christlichen Glauben existieren: für Frieden, Gerechtigkeit und Schöpfung einstehen

 

Leistungsbewertung

Leistungsbewertung im Religionsunterricht

Unter Bezug auf die Hinweise in den Richtlinien Evangelische Religionslehre Sekundarstufe I (S. 135-143), Sekundarstufe II (S. 64-75) sowie in den Lehrplananpassungen (S. 11-12) hat die Fachkonferenz beschlossen:
  • Die Bewertung der sonstigen Mitarbeit stützt sich auf eine möglichst breit angelegte, kontinuierliche Beobachtung der Leistungsentwicklung im Unterricht.
  • Dabei steht, insbesondere in den Klassen der Mittelstufe und in den Oberstufenkursen, die aktive Teilnahme am Unterrichtsgeschehen im Vordergrund. Auch eine eher an schriftlichen Beiträgen (Heft, schriftliche Übungen, Gruppenleistungen) orientierte Teilnahme wird jedoch angemessen (d.h. dem Alter und dem Naturell der Schülerinnen und Schüler entsprechend) gewürdigt.
  • In der Sekundarstufe I wird sichergestellt, dass alle Schülerinnen und Schüler ermutigt werden sich in das Unterrichtsgeschehen einzubringen.
  • Die Gewichtung der für die Leistungsbewertung maßgeblichen einzelnen Aspekte (Teilnahme am Unterrichtsgespräch, Heftführung, Referate usw.) wird den Schülerinnen und Schülern in geeigneter Form am Anfang der unterrichtlichen Arbeit transparent gemacht.
  • Schülerinnen und Schüler werden in angemessenen Abständen über ihren Leistungsstand informiert, z.B. durch eine vierteljährliche Einschätzung ihres Leistungsstandes.

Kriterien zur Beurteilung der mündlichen Leistung

Situation

Note

Keine freiwillige Mitarbeit im Unterricht. Äußerungen nach Aufforderung sind falsch. Hausaufgaben sind nicht gemacht, so dass auch nichts zum Unterricht beigetragen werden kann.

6

Keine freiwillige Mitarbeit im Unterricht. Äußerungen nach Aufforderung sind nur teilweise richtig. Hausaufgaben sind nur selten gemacht oder so oberflächlich, dass dadurch kaum etwas zum Unterricht beigetragen werden kann.

5

Nur gelegentlich freiwillige Mitarbeit im Unterricht. Äußerungen beschränken sich auf die Wiedergabe einfacher Fakten und Zusammenhänge aus dem unmittelbar behandelten Stoffgebiet und sind im Wesentlichen richtig. Aufgrund der Hausaufgaben kann gelegentlich etwas zum Unterricht beigetragen werden.

4

Regelmäßig freiwillige Mitarbeit im Unterricht. Im Wesentlichen richtige Wiedergabe einfacher Fakten und Zusammenhänge aus unmittelbar behandeltem Stoff. Verknüpfung mit Kenntnissen des Stoffes der gesamten Unterrichtsreihe. Aufgrund der Hausaufgaben kann meistens etwas zum Unterricht beigetragen werden.

3

Verständnis schwieriger Sachverhalte und deren Einordnung in den Gesamtzusammenhang des Themas. Erkennen des Problems, Unterscheidung zwischen Wesentlichem und Unwesentlichem. Es sind Kenntnisse vorhanden, die über die Unterrichtsreihe hinausreichen. Aufgrund der Hausaufgaben kann immer etwas Relevantes zum Unterricht beigetragen werden.

2

Erkennen des Problems und dessen Einordnung in einen größeren Zusammenhang, sachgerechte und ausgewogene Beurteilung; eigenständige gedankliche Leistung als Beitrag zur Problemlösung. Angemessene klare sprachliche Darstellung mit Verwendung der relevanten Fachbegriffe. Aufgrund der Hausaufgaben können die Kenntnisse immer so eingebracht werden, dass sie in größere gedankliche Zusammenhänge passen.

1

Sonstige Einzelleistungen (Projekt, Referat usw.) werden entsprechend ihrem Gewicht im Unterricht notenmäßig berücksichtigt.

Leistungsbewertung von Klausuren:

Bei den Klausuren in der Jahrgangsstufe 11 bzw. 10 EF steht das Textreferat im Vordergrund, um zu gewährleisten, dass die Schüler mit dieser Aufgabenform zusehends handlungssicher umgehen können. Eine kriteriengeleitete Korrektur ist auch in dieser Jahrgangsstufe bereits anzustreben, sofern der Umfang der (zweistündigen) Klausuren dies zulässt.
In der Jahrgangsstufe 12 (G 9) bzw. 11 (G 8) kommen neben der Textwiedergabe zusehends die Transfer- und Bewertungsaufgaben in den Blick. Bei der Konzeption der Aufgaben sowie der Punktezuweisung wird angemessen berücksichtigt, dass die Anwendung erworbenen Wissens (in der Regel in Form eines Vergleiches verschiedener Positionen) in den Aufgaben des Zentralabiturs eine vergleichsweise große Rolle spielt. Im Verlauf der Qualifikationsphase werden die Schüler mit den derzeit geltenden Operatorenlisten vertraut gemacht.
Die in der Sekundarstufe II eingesetzten Fachlehrer stellen durch Absprachen eine möglichst hohe Vergleichbarkeit der Klausurvorbereitung und –korrektur sicher. Kriteriengeleitete Korrekturschemata sind die Regel und orientieren sich an den Punktvorgaben aus den bekannten Zentralabituraufgaben: in den Anforderungsbereichen I und III sollten dementsprechend je ca. 25 Punkte, im Anforderungsbereich II ca. 30 Punkte vergeben werden.
Die Darstellungsleistung ist mit etwa einem Fünftel zu gewichten. Dabei gelten – in Anlehnung an die Vorgaben aus dem letzten Abiturverfahren – folgende Kriterien:
Der Prüfling
strukturiert seinen Text schlüssig, stringent sowie gedanklich klar und bezieht sich dabei genau und konsequent auf die Aufgabenstellung

5

bezieht beschreibende, deutende und wertende Aussagen schlüssig aufeinander

4

belegt seine Aussagen durch angemessene und korrekte Nachweise (Zitate, Zeilenangaben)

3

formuliert unter Beachtung der Fachsprache präzise und begrifflich differenziert

4

schreibt sprachlich richtig sowie syntaktisch und stilistisch sicher

4

Summe der Darstellungsleistung

20


Spätestens für die Klausuren der Jahrgangsstufe 13 (G 9) bzw. 12 (G 8) gelten die aus dem Zentralabitur bekannten Punkteschlüssel für die Notenfindung:

Note Punkte Erreichte Punktzahl
sehr gut plus 15 100-95
sehr gut 14 94-90
sehr gut minus 13 89-85
gut plus 12 84-80
gut 11 79-75
gut minus 10 74-70
befriedigend plus 9 69-65
befriedigend 8 64-60
befriedigend minus 7 59-55
ausreichend plus 6 54-50
ausreichend 5 49-45
ausreichend minus 4 44-39
mangelhaft plus 3 38-33
mangelhaft 2 32-27
mangelhaft minus 1 26-20
ungenügend 0 19-0

Mögliche Bewertung der Mappenführung:

>

 

Punkte

Bewertungsaspekt

0

1

2

3

Datum fehlt teilweise vorhanden immer vorhanden  
Tafelabschrift fehlt z.T. vorhanden immer vorhanden  
Überschriften fehlen vorhanden unterstrichen oder anders hervorgehoben  
Arbeitsblätter fehlen vorhanden, aber nicht eingeheftet und in richtiger Reihenfolge eingeheftet und bearbeitet außerdem richtig bearbeitet und bei Bedarf korrigiert
Hausaufgaben fehlen z.T. vorhanden und z.T. richtig vorhanden und z.T. richtig oder verbessert vorhanden und richtig oder verbessert
Schriftbild für andere kaum lesbar immer lesbar ordentlich differenziert
Gesamtpunktzahl

Punkte von 15 möglichen Punkten

= Note:  

Mögliche Notenskala bei Gruppen- und Projektarbeit:

Note

Situation

6 Kein Engagement in der Gruppe und / oder Störung der Gruppenarbeit. Keine Materialien mitgebracht.
5 Engagement in der Gruppe nur bei ständiger Aufforderung. Nur passive Mitarbeit.
4 Nur partielle Eigeninitiative als Beitrag zur Gruppenleistung. Unreflektierte Verwendung von zufällig gefundenen Materialien.
3 Beweis von Teamfähigkeit. Regelmäßige Ausführung notwendiger Arbeiten. Einfache themenbezogene Inhalte werden beigesteuert.
2 Komplexe Sachverhalte werden erkannt und diese den Gruppenmitgliedern vermittelt. Es wird Material eingebracht, das gründlich recherchiert und reflektiert ist.
1 Alle Kompetenzbereiche werden themenbezogen überdurchschnittlich erfüllt. Die Gruppe wird zielgerichtet angeleitet.

Mögliche Notenskala bei Referaten:

Note

Situation

6 Plagiat. Oder Thema verfehlt. Oder weniger als 20% der zu erwartenden Leistung.
5 Überwiegend flüchtige Quellen- und Literaturarbeit. Eigene Reflexion nicht vorhanden. Inhalte nur lückenhaft erschlossen. Unlogische Strukturierung.
4 Grundlegende Inhalte erfasst. Mängel in der Strukturierung. Ansätze von kritischer Reflexion des Themas erkennbar.
3 Angemessene Quellen- und Literaturarbeit. Weitgehend klare und schlüssige Gliederung. Inhalt vollständig erschlossen.
2 Differenzierte und problemorientierte Auseinandersetzung mit dem Thema. Ansätze weiterführender Fragestellung. Logische Gliederung.
1 Alle wichtigen Aspekte der Materie werden genau getroffen. Eigenständige Analyse und kritische Reflexion der Thematik.

Mögliche Notenskala bei Präsentationen:

Note

Situation

6 Nicht hörerzentriert, stockend, unsicher. Ausdrucksweise fehlerhaft und undeutlich. Fehlender Medieneinsatz. Vortrag völlig unvorbereitet.
5 Vortrag weitgehend unvorbereitet, ohne Hörerblickkontakt ausschließlich vorgelesen.
4 Vortrag überwiegend abgelesen. Kaum Einsatz von Medien.
3 Vortrag teilweise frei gehalten, teilweise abgelesen. Eingesetzte Medien nur teilweise geeignet.
2 Flüssiger und freier Vortrag mit wenigen Füllwörtern. Medieneinsatz und Wortwahl in angemessener Form. Dem Hörer zugewandtes Auftreten.
1 Sehr anschaulicher und fesselnder Vortrag. Kompetenter Medieneinsatz.

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Politik/SoWi

Das Fach Politik – in der Sekundarstufe II „Sozialwissenschaften“ genannt – setzt sich zusammen aus den drei Teilbereichen Politik, Soziologie (Gesellschaftslehre) und Wirtschaft (Ökonomie).

Das Fach Politik wird in der Sekundarstufe I in den Jahrgangsstufen fünf, sieben und neun jeweils zweistündig unterrichtet. Die drei oben genannten Teilbereiche werden an konkreten Beispielen verdeutlicht und mit unterschiedlichen Methoden den Schülerinnen und Schülern näher gebracht. Ziel ist es, einen ersten Zugang zu gesellschaftlich relevanten Themen, wie z.B. Umwelt, Demokratie und wirtschaftlichem Wettbewerb zu ermöglichen. Ein Schwerpunkt der Jahrgangsstufe 9 bildet die Berufsorientierung. Thematisch beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler mit der Erstellung einer Bewerbungsmappe und den Anforderungen der modernen Berufswelt. Wir knüpfen damit an das landesweite Programm „Kein Abschluss ohne Anschluss – Übergang Schule – Beruf in NRW“ an, in welchem die Schülerinnen und Schüler eine Potenzialanalyse und verschiedene Berufsfelderkundungstage durchführen. Für die Diskussion aktueller Themen bieten sich für die Schülerinnen und Schüler im Unterricht außerdem durch unterschiedliche Herangehensweisen immer wieder Räume zur politischen Urteilsbildung.

Das Fach Sozialwissenschaften wird in der gymnasialen Oberstufe ab der Jahrgangsstufe 10 (Einführungsphase) in einem Kurssystem unterrichtet. Sozialwissenschaften ist ein Abiturfach, welches sowohl schriftlich als auch mündlich gewählt werden kann. Es findet dreistündig statt. Derzeit ist ein Leistungskurs Sozialwissenschaften nicht vorgesehen. Das Fach wird nur in einem Grundkurssystem angeboten.
Außerdem gibt es in der Q 2 sogenannte „Zusatzkurse“, an denen jeder Schüler teilnimmt, welcher die Pflichtbelegung im Fach Sozialwissenschaften in der Oberstufe noch nicht erfüllt hat. Diese Kurse finden ebenfalls dreistündig statt.

In der Einführungsphase findet ein Betriebspraktikum statt, innerhalb dessen die Schüler für zwei Wochen in einem selbst gewählten Betrieb Erfahrungen mit der Arbeitswelt sammeln. In der Vorbereitung gehört es zu den Aufgaben der Jugendlichen, sich ihren Praktikumsplatz selbst zu suchen. Anschließend muss ein Praktikumsbericht angefertigt werden, der in die Zeugnisnote des Schuljahres einfließt.

Der Unterricht im Fach Sozialwissenschaften stellt vor allem aktuelle Themen und Inhalte in den Vordergrund. Die Schüler sollen aber nicht nur Kenntnisse in Politik, Soziologie und Ökonomie erwerben, sondern auch Fähigkeiten entwickeln, sich in politischen, wirtschaftlichen oder auch gesellschaftlichen Zusammenhängen zurechtzufinden.

Der Kernlehrplan…

    orientiert sich somit am Leitbild des politisch mündigen Bürgers und des mündigen Wirtschaftsbürgers,
    greift im Sinne der Lernprogression - unter Berücksichtigung zunehmender Selbstständigkeit, Steigerung der Aufnahmefähigkeit sowie des wachsenden Abstraktions- und Urteilsvermögens der Schüler - Sachverhalte und Methoden wiederholt auf, und
    arbeitet an einer kompetenzorientierten Arbeitsweise der Schüler in den Kernbereichen der Gesellschaftslehre.

Diese Kompetenzbereiche sind:

    Sachkompetenz: Verfügung über konzeptuelles Deutungs- und Ordnungswissen
    Methodenkompetenz: effektive und funktionale Anwendung fachmethodischer Fähigkeiten und Fertigkeiten sowie fachübergreifender Arbeitstechniken
    Urteilskompetenz: Selbstständige, begründete, auf Kategorien und Kriterien gestützte Beurteilung politischer, gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Ereignisse, Probleme und Kontroversen
    Handlungskompetenz: Fähigkeit zur verantwortungsbewussten Beteiligung am öffentlichen demokratischen Prozess der Meinungsbildung und Entscheidungsfindung

 

Inhalte des Faches Politik:

Jgst. Inhaltsfelder Gegenstandsbereiche/Unterrichtsthemen
5
  • Sicherung und Weiterentwicklung der Demokratie

Wie funktioniert das Zusammenleben in der Schule?

Wie leben Kinder in anderen Regionen der Welt?

  • Identität und Lebensgestaltung im Wandel der modernen Gesellschaft

Nebeneinander oder zusammen? – Eigene und fremde Kulturen

  • ökologische Herausforderungen für Politik und Wirtschaft

Wie können wir nachhaltig wirtschaften?

Was können wir zum Umweltschutz beitragen?

7
  • Die Rolle der Medien in Politik und Gesellschaft

Neue Medien – Sinnvolle Bereicherung oder Spielerei?

Die Rolle des Smartphones

Umfrage zum Medienkonsum

  • Sicherung und Weiterentwicklung der Demokratie
 

Jugendkriminalität im deutschen Rechtsstaat – müssen jugendliche Straftäter härter bestraft werden?

Fallstudie Rechtsextremismus

  • Grundlagen des Wirtschaftsgeschehens

Preisbildung im Wettbewerb

Was zeichnet den Arbeitsmarkt aus?

9
  • Internationale Politik im Zeitalter der Globalisierung
 

Alle Menschen haben Rechte – unsere Grundrechte

Wie gehen wir in Deutschland mit Migration um? – Asylrecht

  • Sicherung und Weiterentwicklung der Demokratie
 

Wie wird unser Land regiert? (Wer hat die Macht? Wie funktionieren Wahlen? Wie entstehen Gesetze?)

Können Medien als „vierte Gewalt“ gesehen werden?

  • Zukunft von Arbeit und Beruf in einer sich verändernden Industrie-, Dienst- und Informationsgesellschaft

Wie hat sich unsere Berufswelt gewandelt?

Wie erstelle ich eine überzeugende Bewerbungsmappe?

Besuch eines Bewerbungstrainings (Simulation von Vorstellungsgesprächen)

 

Inhalte des Fachs Sozialwissenschaften;
maßgeblich sind die - sich jährlich verändernden - Vorgaben des Zentralabiturs.

Jgst.

Inhaltsfelder

Gegenstandsbereiche/ Unterrichtsthemen

10/EF

Marktwirtschaft: Produktion, Konsum, Verteilung
(IF 1)


Poltische Strukturen und Prozesse in der BRD
(IF 3)


Individuen, Gruppen und Institutionen
(IF 2)

Was heißt Wirtschaften – Grundbegriffe und Grundprobleme

Wie funktioniert der Wirtschaftsprozess

Wirtschaftskreislauf und Wirtschaftssystem

Welche Bedeutung hat die Wirtschaftsordnung – Soziale Marktwirtschaft als ordnungspolitisches Leitbild

    • Grundzüge der demokratischen Ordnung in der BRD - Demokratietheorien
    • Parteiendemokratie in der Krise? Aufgaben der Parteien, Politikverdrossenheit und die Frage nach einem Mehr an Demokratie durch Volksentscheide

  • Wie sind wir geworden, was wir sind? – Sozialisation und Rollenhandeln
  • Wie Gruppen uns verändern – Gruppenstrukturen und Gruppenprozesse

11/Q1
12/Q2

Wirtschaftspolitik
(IF 4)


Gesellschaftsstruktur und sozialer Wandel (IF 5)


Globale politische Strukturen und Prozesse (IF 6)

    • Analyse der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung: Wirtschaftswachstum, Beschäftigung, Preisentwicklung, Außenhandel
    • Wirtschaftspolitische Konzeptionen (angebots- und nachfrageorientierte Politik, „Alternative Wirtschaftspolitik“), wirtschaftspolitische Zielkonflikte
    • Kontroverse Positionen zur Zukunft des Wirtschaftsstandorts Deutschland im Zeitalter der Globalisierung

    • Die Entwicklung der Einkommens- und Vermögensverteilung in Deutschland seit 1990
    • Modelle und Theorien zur Beschreibung, Analyse und Deutung gesellschaftlicher Ungleichheit  und deren Kritik (Klassen-, Milieutheorien, Schichtenmodelle, Individualisierungstheorem)
    • Das Sozialstaatsgebot des Grundgesetzes; Grundzüge kontroverser Positionen zur Ausgestaltung des Sozialstaats in Deutschland

  • Ziele und Aufgaben internationaler Politik: Menschenrechte, Friedenssicherung,
  • Konfliktlösung unter Einbeziehung der Theorien der internationalen Politik
    (realistische Schule, idealistische Schule, Weltsystemtheorien)
  • Struktur und Bedeutung der UNO in der internationalen Politik
  • Perspektiven einer vertieften und erweiterten Europäischen Union (Grundstruktur/Legitimationskrise, Staatsverschuldung, Migration)

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Praktische Philosophie

Seit einigen Jahren gibt es in NRW das Religionsersatzfach PP, vergleichbar mit den Fächern Ethik, LER o.ä. anderer Bundesländer. 'Religionsersatz' bedeutet, dass an PP alle Schülerinnen und Schüler teilnehmen, die nicht am weltanschaulich gebundenen christlichen Religionsunterricht teilnehmen. Hierin liegt der wesentliche Unterschied zum (Oberstufen-)Fach Philosophie, das nur in sofern mit Religion zu tun hat, als jede Schülerin und jeder Schüler (im folgenden nur noch SuS) bis zum Ende der JgSt.12 am Unterricht in mindestens einem der beiden Fächer teilnehmen muss.
Eine Abmeldung von (oder auch Anmeldung zu) Religion ist im Sekretariat möglich. Religionsmündige SuS (ab 14 Jahren) können den Wechsel selbst vornehmen, die Eltern werden durch die Schule informiert. Bei jüngeren SuS geschieht eine eventuelle An-/Abmeldung durch die Eltern. Wir empfehlen, den Wechsel zum Halbjahr vorzunehmen, da andernfalls nicht nur auf den Lehrer sondern auch auf den Schüler zusätzlicher Aufwand zukommt.

I. Rechtliche Grundlage

§3 APO-SI:
(5) Schülerinnen und Schüler, die nicht am Religionsunterricht teilnehmen, sind verpflichtet, am Unterricht im Fach Praktische Philosophie teilzunehmen, soweit die personellen und sächlichen Voraussetzungen erfüllt sind. [...]Praktische Philosophie in der Sekundarstufe I und im Berufskolleg
RdErl. d. Ministeriums für Schule, Jugend und Kinder v. 15.8.2003 (Abl. NRW. S. 300)

1. Grundsätzliches
1.1 Praktische Philosophie ist ein ordentliches Unterrichtsfach mit zwei Unterrichtsstunden in der Woche. Es werden Noten erteilt, die versetzungsrelevant sind (§25 ASchO).
...
3. Teilnahme am Fach Praktische Philosophie
...
3.2 Der Wechsel vom Religionsunterricht zum Fach Praktische Philosophie und der Wechsel vom Fach Praktische Philosophie zum Religionsunterricht ist in der Regel jeweils zum Beginn eines Schulhalbjahres möglich. Der Wechsel zwischen den Fächern ist von der religionsmündigen Schülerin oder dem religionsmündigen Schüler, sonst von den Erziehungsberechtigten, der Schulleitung schriftlich mitzuteilen (vgl § 11 Abs. 3 AschO).

II. Auszüge aus dem Kerncurriculum Praktische Philosophie

1. Aufgaben und Ziele des Faches Praktische Philosophie
Der Unterricht im Fach Praktische Philosophie richtet sich gemäß § 37 des Schulgesetzes an Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I, die nicht am Religionsunterricht teilnehmen.
Praktische Philosophie trägt zum Bildungsauftrag der Schule bei, der die persönliche, soziale und politische Bildung der Schülerinnen und Schüler umfasst. Das Fach fördert die Entwicklung der Gesamtpersönlichkeit zu sozialer Verantwortung, zur Gestaltung einer demokratischen Gesellschaft, zur Orientierung an Grundwerten, zur kulturellen Mitgestaltung sowie zu verantwortlicher Tätigkeit in der Berufs- und Arbeitswelt.
Unsere Gesellschaft ist gekennzeichnet durch eine Pluralisierung der Lebensformen, der sozialen Beziehungen und der Wertvorstellungen, durch das Zusammenleben von Menschen verschiedener Ethnien und Kulturen mit unterschiedlichen religiösen Vorstellungen und Weltanschauungen. Unübersichtlichkeiten in der Berufs- und Freizeitwelt erschweren die Besinnung auf zentrale Lebenswerte und eine Auseinandersetzung damit.

Zentrales Anliegen des Faches ist es, zur Entwicklung von Kompetenzen bei Schülerinnen und Schülern beizutragen, die sie befähigen, sich systematisch mit Sinn- und Wertfragen auseinander zu setzen, sie bei der Suche nach Antworten auf die Frage nach dem Sinn menschlicher Existenz anzuwenden und in einer demokratischen Gesellschaft selbstbestimmt, verantwortungsbewusst und tolerant zu leben. Die Schülerinnen und Schüler entwickeln dazu Empathiefähigkeit und gelangen zu einem Wert- und Selbstbewusstsein, das verantwortliches Handeln begründet. Im Unterricht sollen durch die Auseinandersetzung mit verschiedenen Ideen, Wertvorstellungen und Normen Kriterien für deren Beurteilung erarbeitet und die eigene Reflexions- und Urteilsfähigkeit gefördert werden. Das Verständnis für weltanschauliche, religiöse und ideengeschichtliche Positionen ist Grundlage für interkulturelle und intrakulturelle Toleranz und ermöglicht kognitive, emotionale und soziale Orientierungen.

Das Fach Praktische Philosophie ist auf die zusammenhängende Behandlung von Sinn- und Wertfragen gerichtet. Während dies im Religionsunterricht auf der Grundlage eines Bekenntnisses geschieht, übernimmt Praktische Philosophie diese Aufgabe auf der Grundlage einer argumentativ-diskursiven Reflexion im Sinne einer sittlich- moralischen Orientierung ohne Bindung an eine bestimmte Religion oder Weltanschauung. Bezugspunkt für die Ausrichtung des Faches ist die Werteordnung, wie sie in der Verfassung des Landes Nordrhein-Westfalen, im Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland und in den Menschenrechten verankert ist.


...

4.2 Kompetenzerwartungen und zentrale Inhalte in den Jahrgangstufen 7- 9

Am Ende der Sekundarstufe I sollen die Schülerinnen und Schüler über die nachfolgenden Kompetenzen verfügen:

Personale Kompetenz
Die Schülerinnen und Schüler

  • reflektieren den Wert der eigenen Persönlichkeit in Beziehung zu anderen und bringen das Bewusstsein der eigenen Fähigkeiten in symbolischer Gestaltung zum Ausdruck,
  • artikulieren die Bewertung von Gefühlen als gesellschaftlich bedingt und erörtern Alternativen,
  • erproben in fiktiven Situationen vernunftgemäße Aktionen und Reaktionen, entwickeln bei starken Gefühlen einen rationalen Standpunkt und treffen eine verantwortliche Entscheidung,
  • bewerten komplexe Sachverhalte und Fallbeispiele und diskutieren diese angemessen,
  • diskutieren Beispiele autonomen Handelns und Zivilcourage hinsichtlich ihrer Motive,
  • stellen verschiedene soziale Rollen authentisch dar und antizipieren und reflektieren soziale Rollen,
  • treffen Entscheidungen im Spannungsfeld von Freiheit und Verantwortung,
  • erörtern Antworten der Religionen und der Philosophie auf die Frage nach einem sinnerfüllten Leben und finden begründet eigene Antworten.

Soziale Kompetenz
Die Schülerinnen und Schüler

  • reflektieren den Wert der Meinung anderer und formulieren Anerkennung und Achtung des anderen als notwendige Grundlage einer pluralen Gesellschaft,
  • denken sich an die Stelle von Menschen unterschiedlicher Kulturen und argumentieren aus dieser fremden Perspektive,
  • reflektieren und vergleichen individuelle Werthaltungen mit Werthaltungen verschiedener Weltanschauungen und gehen tolerant damit um,
  • erkennen und reflektieren Kooperation als Prinzip der Arbeits- und Wirtschaftswelt,
  • lassen sich auf mögliche Beweggründe und Ziele anderer ein und entwickeln im täglichen Umgang miteinander eine kritische Akzeptanz,
  • entwickeln ein konstruktives Konfliktverhältnis und argumentieren in Streitgesprächen vernunftgeleitet,
  • lernen Bereiche sozialer Verantwortung kennen, erproben Möglichkeiten der Übernahme eigener Verantwortung und reflektieren die Notwendigkeit verantwortlichen Handelns in der Gesellschaft.

Sachkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler

  • erfassen gesellschaftliche Probleme in ihren Ursachen und ihrer geschichtlichen Entwicklung, diskutieren diese unter moralischen und politischen Aspekten und formulieren mögliche Antworten,
  • entwickeln Übersicht über unsere Medienwelt, gehen kompetent und kritisch mit neuen Medien um und reflektieren die Bedeutung der Medien und medialen Kulturtechniken,
  • entwickeln verschiedene Menschenbilder und des Umgangs mit der Natur und diskutieren kulturvergleichend Grundfragen menschlicher Existenz,
  • erfassen ethische und politische Grundbegriffe und wenden diese kontextbezogen an,
  • begründen kriteriengeleitet Werthaltungen,
  • beschreiben differenziert Wahrnehmungs- und Erkenntnisprozesse und ordnen sie entsprechenden Modellen zu,
  • reflektieren kulturelle Phänomenen und philosophische Aspekte von Weltreligionen,
  • nehmen gesellschaftliche Entwicklungen und Probleme in ihrer multikulturellen Prägung wahr, bewerten sie moralisch-politisch und entwickeln Toleranz gegenüber anderen Sichtweisen.

Methodenkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler

  • beschreiben Komplexität und Perspektivität von Wahrnehmung,
  • erarbeiten philosophische Gedanken und Texte,
  • definieren Fachbegriffe korrekt und verwenden sie sachgerecht,
  • erkennen Widersprüche in Argumentationen und ermitteln Voraussetzungen und Konsequenzen dieser Widersprüche,
  • führen Gedankenexperimente zur Lösung philosophischer Probleme durch,
  • analysieren und moralischen Dilemmata konfligierende Werte und beurteilen sie,
  • führen eine Diskussion über ein philosophisches Thema im Sinne des sokratischen Philosophierens,
  • verfassen eine Argumentation zu einem philosophischen Thema und legen ihre Gedanken strukturiert dar.

Die o.g. Kompetenzen sollen im Rahmen der Behandlung der folgenden Fragenkreise erworben werden. Die Behandlung aller sieben Fragenkreise [...] ist obligatorisch. Dabei sind [...] fünf Fragenkreise[...] jeweils durch zwei Schwerpunkte abzudecken. [...]

Fragenkreis 1: Die Frage nach den Selbst
Schwerpunkte:
• Gefühl und Verstand
• Geschlechtlichkeit und Pubertät
• Freiheit und Unfreiheit
• Leib und Seele

Fragenkreis 2: Die Frage nach dem Anderen
Schwerpunkte:
• Freundschaft, Liebe und Partnerschaft
• Begegnung mit Fremden
• Rollen- und Gruppenverhalten
• Interkulturalität

Fragenkreis 3: Die Frage nach dem guten Handeln
Schwerpunkte:
• Lust und Pflicht
• Gewalt und Aggression
• Entscheidung und Gewissen
• Freiheit und Verantwortung

Fragenkreis 4: Die Frage nach Recht, Staat und Wirtschaft
Schwerpunkte:
• Recht und Gerechtigkeit
• Politische Utopien
• Arbeits- und Wirtschaftswelt
• Völkergemeinschaft und Frieden

Fragenkreis 5: Die Frage nach Natur, Kultur und Technik
Schwerpunkte:
• Mensch und Kultur
• Technik – Nutzen und Risiko
• Wissenschaft und Verantwortung
• Ökologie versus Ökonomie

Fragenkreis 6: Die Frage nach Wahrheit, Wirklichkeit und Medien
Schwerpunkte:
• „Wahr“ und „falsch“
• Virtualität und Schein
• Vorurteil, Urteil, Wissen
• Quellen der Erkenntnis

Fragenkreis 7: Die Frage nach Ursprung, Zukunft und Sinn
Schwerpunkte:
• Glück und Sinn des Lebens
• Ethische Grundsätze in Religionen
• Sterben und Tod
• Menschen- und Gottesbilder in Religionen

 

Das Curriculum zum Download

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Physik

Die Physik hat wie kaum eine andere Wissenschaft das gegenwärtige Weltbild der Menschheit geprägt. Man kann sie ohne Weiteres als die grundlegende Naturwissenschaft bezeichnen. Im charakteristischen Wechselspiel von Theorie und Experiment erfahren Schülerinnen und Schüler im Rahmen der schulischen Physikausbildung die Entwicklung physikalischer Denkprinzipien, die weit über die fachlichen Grenzen hinaus auch von allgemeiner Bedeutung sind.

Wie sich dieses konkret am IKG gestaltet, darüber soll im Folgenden überblicksartig informiert werden.

 

 

Der Fachbereich Physik

Fachkollegen und -räume

Die vergleichsweise kleine Fachschaft umfasst derzeit (Stand 2010) 8 – 10 Kolle-gen/Kolleginnen, je nach Berücksichtigung von Referendaren mit Ihrem "bedarfsdeckenden Unterricht“ sowie Aushilfskräften (Studenten).

Die Fachraumausstattung entspricht mit vier Unterrichtsräumen derjenigen der benachbarten naturwissenschaftlichen Fachbereiche Biologie und Chemie; neben zwei Schülerübungsräumen existieren ein Lehrraum mit ansteigendem Gestühl (Hörsaal) und ein sogenannter Kursraum, der sich sowohl als Lehr- als auch als Übungsraum einsetzen lässt, aufgrund seiner mäßigen Größe jedoch überwiegend im Oberstufenunterricht mit vergleichsweise kleinen Schülergruppen genutzt wird. Dazu kommen zwei Vorbereitungs- oder Sammlungsräume sowie einige Nebenräume, die auch durch andere naturwissenschaftliche Fachbereiche mitgenutzt werden: Werkstatt Naturwissenschaften (NW; mit Drehbank, Bohr- und Fräseinrichtungen), Schülerarbeitsraum NW (ca. 5 Plätze; hier auch Anbindung einer PV-Anlage) sowie ein Lehrerarbeitsraum NW (Kopiermöglichkeiten, 3 EDV-Arbeitsplätze, AV-Medien, Kaffeeküche).

EDV-Ausstattung
Alle Räume sind über ein 100Mbit-Netzwerk EDVmäßig erschlossen, zwei der vier Unterrichtsräume mit 16 bzw. 20 Netzwerkanschlüssen sogar für den ausgiebigeren kabelbasierten Einsatz Neuer Medien vorbereitet. Zusätzlich sind die Räume auch per WLAN abgedeckt. Über einen zentralen Kommunikationsserver besteht von jedem Raum aus eine Anbindung an das Internet. In jedem Unterrichtsraum gibt es neben den EDV-Zugängen stationäre PC-, DVD- und Beamereinheiten. Die Nebenräume bieten ebenfalls EDV-Anbindung, u.a. zu Druckzwecken (dezentrale Druckmöglichkeiten).
Die naturwissenschaftlichen Fächer verfügen zudem über einen gemeinsamen Pool von Notebooks für den Einsatz im Fachunterricht. Neben Recherche- und Präsentationsaufgaben werden diese zu Simulationen (z.B. crocodile physics/chemistry, ...) oder zu allen Arten von Messwerterfassung (CASSY-Familie, diverse Sonderlösungen, ...) eingesetzt.

Experimentiermöglichkeiten im Kurz-Überblick:

Schülerübung I alt, Kröcke (heute: ELWE), max. 12 Gruppen; ergänzungsbedürftig
Schülerübung II neu (2000), Phywe (Nicht-Elektrik) + LD-Didactic (Elektrik-Elektronik), max. 16 Gruppen
Demonstration Erwähnenswertes:
 
  • Messwerterfassung: CASSY LD-Didactic (3xCASSY-S, 1x CASSY-E, CASSY-VKA ? Kernspektroskopie; in FB Biologie u. Chemie weitere CASSY-S-Geräte), zusätzlich 8 x Pocket-CASSY nebst UI-Sensorbox f. SÜ (zusammen mit FB Chemie); die meisten gängigen Sensorboxen (Physik) vorhanden
  • SII: alle gängigen Versuchsgerätschaften, z.T. doppelt (alt+neu), etwa Ultraschallapparaturen, Mikrowellenapparaturen, div. Laser; neueste Schulröntgeneinrichtung der Fa. LD-Didactic mit verschiedenen Anodenmaterialien sowie Energiedetektor; Anschlussmöglichkeiten an das CASSY-System für Energie-spektroskopie, Materialanalyse, Compton-Effekt usw.; neben div. Zählrohreinrichtungen auch Szintillationszähler und Vielkanalanalysator zur Spektroskopie von unterschiedlicher Strahlung; VideoCom zur Erfassung von Bewegungen oder Intensitätsverteilungen (Optik), ersteres auch mit Videoanalyse (Camcorder + Auswertungssoftware, s.o.); USB-Kompaktspektrometer zur schnellen Spektrometrie etwa im Bereich der Atomphysik; Wellenoptik auch im Schülerversuch (8x) möglich; ....

Der Unterricht

Sekundarstufe I
Die Stundentafel für die SI am IKG sieht das wöchentlich zweistündige Fach Physik durchgängig von Klasse 6 bis 9 vor; das ist insofern bemerkenswert, als die pflichtgemäß vorgeschriebenen 6 Wochenstunden in unserem Hause durch 2 sog. „Ergänzungsstunden“ zu einem durchgehenden Unterrichtsgang aufgestockt werden. Diese Tatsache trägt der Bedeutung, die dem naturwissenschaftlichen Unterricht zugemessen wird, Rechnung. Hiermit ist der Pflichtunterricht, der nach Möglichkeit in Doppelstunden erteilt wird, abgedeckt.
Soweit die Lehrerversorgung dieses zulässt, werden auch immer mal wieder Arbeitsgemeinschaften parallel zum regulären Unterricht angeboten, z.T. auch zur Erprobung neuer Unterrichtsgänge wie etwa in Vorbereitung von Angeboten im Wahlpflichtbereich. Hier haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, aus einem umfangreichen Angebot der Schule auch solche Kurse auszuwählen, in denen das Fach Physik beteiligt ist. Weitere Informationen hierzu findet man im "Differenzierungs-bereich".

Sekundarstufe II
Die gymnasiale Oberstufe (SII) wird gekennzeichnet durch drei- oder fünfstündige Wahlangebote (Grund- oder Leistungskurs). Eine Entscheidung über die Fortführung des Faches Physik fällt nach der Klasse 10 (demnächst in G8 nach der Klasse 9), die nächste Entscheidung über die mögliche Vertiefung des Fachunterrichtes am Ende der Klasse 11 (G8: 10). Erfreulicherweise konnten in den vergangenen Jahren am IKG neben Grundkursen auch immer Leistungskurse in Physik angeboten werden, heutzutage keine Selbstverständlichkeit! Die Arbeitsbedingungen in diesen vergleichsweise kleinen Kursgruppen interessierter Schülerinnen und Schüler sind ausgesprochen attraktiv. In der JgSt. 11 gibt es i.d.R. 3 bis 4 Kurse, in 12 und 13 je 2 Grund- und 1 – 2 Leistungskurse pro Jahrgang. Diese Attraktivität ist nicht zuletzt durch die recht gute Ausstattung mit Lehr- und Lernmitteln für den Oberstufenunterricht (s.o.) bedingt.

Fachschaftsarbeit
Das Bestreben der Fachschaft Physik geht derzeit dahin, die älteren und dementspre-chend erneuerungs- oder ergänzungsbedürftigen Gegenstände des physikalischen Experimentiermaterials nach und nach auf einen akzeptablen Ausstattungsstand zu bringen, die Schülerexperimentiermöglichkeiten weiter auszubauen (3. SÜ-Sammlung) und die Räumlichkeiten dementsprechend für schüleraktivierende Arbeitsformen zu optimieren. Zudem ist die Umsetzung neuer (Kern-)Lehrpläne eine aktuelle Herausforderung, der noch nicht abschließend begegnet ist.

Besondere Aktivitäten
Während die Inhalte des Fachunterrichtes Physik in den zugehörigen Lehrplänen eingesehen werden können (s. dort) - die übrigens in enger Abstimmung mit den benachbarten Fächern Biologie, Chemie, Mathematik zu einem hauseigenen Curriculum fortgeschrieben worden sind (vgl. auch Schulprogramm IKG) - , sollen an dieser Stelle noch einige über den üblichen Unterrichtsalltag hinausweisende Aktivitäten mit Beteiligung des Faches Physik erwähnt werden.
Dazu gehören z.B. von Zeit zu Zeit Teilnahmen interessierter Schülerinnen und Schüler an Wettbewerben wie „Jugend forscht“, „Physik-Olympiade“, „BobbyCar-Solarcup“ oder „freestyle physics“; in den vergangenen Jahren gab es hier einige Erfolge.
Aus dem Unterricht selbst erwachsend finden regelmäßig in der Oberstufe Exkursionen zu Universitäten u./o. Forschungseinrichtungen statt; beispielhaft sind hier die regelmäßigen Besuche des Deutschen Elektronen Synchrotrons (DESY) in Hamburg zu nennen, eine Hochburg der Elementarteilchenphysik von weltweiter Bedeutung. Hier treten die Schülerinnen und Schüler in den Grenzbereich zur aktuellen Forschung ein.
Gleiches gilt für Besuche der heimatnahen Universitäten oder Fachhochschulen zu den verschiedensten Gelegenheiten (Uni Bielefeld, Uni Paderborn, Uni Osnabrück, FH Bielefeld): Tage der Schulphysik, Tage der offenen Tür, spezielle Besichtigungen, Mitarbeit in physikdidaktischen Projekten.
"Tage der offenen Tür" aber auch im eigenen Haus: unter dem Titel "Tag der Naturwissenschaften" haben die entsprechenden Fachbereiche im Jahre 2007 bereits zum sechsten Male unter großer Anteilnahme der Schulöffentlichkeit Einblick in ihre Arbeit gegeben.
Auch direkt vor der eigenen Haustür gibt es unter der Überschrift "Öffnung von Schule" eine Reihe von Aktivitäten.
Da sind gemeinsam mit dem Fachbereich Chemie durchgeführte Besuche beim Herzzentrum Nordrhein-Westfalen, Abteilung Nuklearphysik und Radiochemie sowie Informatik ebenso zu nennen wie ein früheres "Solarprojekt" zusammen mit der Grundschule Dehme. Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen des IKG haben dabei Solarzellen-Akku-Ladegeräte im Unterricht zusammengebaut und die fertigen Geräte den Drittklässlern der GS Bad Oeynhausen/Dehme erklärt und zum Verbleib überlassen; diese laden damit ihre akkubetriebenen Geräte auf. Dieses Projekt wurde nicht zuletzt durch die Errichtung der Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Schulzentrums Süd angeregt. Unterstützt durch heimische Firmen, den Energieversorger EON sowie Förderverein und Schulträger haben Schülerinnen und Schüler vor einigen Jahren die 10 Quadratmeter große PV-Anlage selbst aufgebaut.
Ganz wesentlich beteiligt waren hier Schülerinnen und Schüler der Fachbereiche Chemie und Physik. Mittlerweile haben sich gerade zwischen diesen traditionell sowieso eng verbundenen Fächern vielfältige Möglichkeiten zur Zusammenarbeit ergeben, die in o.a. Auflistung bereits anklingen. Dazu gehörten in den vergangenen Jahren auch die Mitarbeit in einem schulischen Modellversuch der Bund-Länder-Komission (Projekt Sinus als Reaktion auf die TIMSS-Studie) sowie ein Projekt in Kooperation mit einem heimischen metallverarbeitenden Betrieb, der Firma IMI Norgren Buschjost, Bad Oeynhausen: basierend auf Plänen der Wissenschaftssendung "Quarks und Co" (WDR) und der Universität Münster versuchten Schüler den Nachbau eines Rastertunnelmikroskops, um einen Blick in atomare Dimensionen zu werfen.

Es bleibt zu hoffen, dass der Leser dieser Zeilen einen kleinen Eindruck vom Fachbereich Physik am Immanuel-Kant-Gymnasium Bad Oeynhausen gewonnen hat. Kehren wir vom Fachbereich Physik zum Fach Physik zurück:

Die Physik stellt einen unverzichtbaren Anteil unserer Allgemeinbildung dar. Das Schulfach Physik ist dabei ein überaus attraktives und sehr vielseitiges Fach. Wenn man sich auf das geistige Abenteuer mit ihr einlässt, wird man erfahren, dass die höchst interessante Beschäftigung mit Physik einen wesentlichen Beitrag zum Verständnis der Welt leisten kann.