An drei schulfreien Tagen auf Fahrt zu gehen, das tun nur ganz besondere Schüler! Am langen Himmelfahrts-Wochenende fuhren 20 Schulsanis der Jahrgänge 9 bis Q2 in die Jugendherberge Bodenwerder, um sich dort in Theorie und Praxis fortzubilden und einander besser kennenzulernen.

Frau Fleinghaus hätte sich nicht träumen lassen, mit welcher Selbstständigkeit und Kreativität die hoch motivierten Teilnehmerinnen und Teilnehmer dramatische Unfallszenarien planten und die Mimen aus ihren eigenen Reihen dementsprechend mit erstaunlich professionell geschminkten und modellierten Wunden verzierten. Der Wald hinter der Jugendherberge hallte drei Tage lang von „Schmerzens“-Schreien wider, die erst verstummten, wenn die „Verletzten“ von den vorher nicht eingeweihten Ersthelfer-Teams gefunden und fachgerecht betreut wurden. Fingierter Alkohol- und Drogenmissbrauch, Platz- und Schnittwunden, offene Brüche, Schock und Bewusstlosigkeit – dies und noch mehr mussten die Ersthelfer bewältigen. Sogar dicke Zweige, die im Rücken eines Unfallopfers zu stecken oder das Bein zu perforieren schienen, und die Versorgung einer „gehörlosen“ Mime wurde den behandelnden Sanis von den Planungsteams zugemutet. Alle Ersthelfer wurden während der „Massenunfälle“ individuell von anderen Sanis beobachtet, und die Nachbesprechungen brachten Lob und Bestätigung, aber auch allerhand konstruktive Kritik. So kam es zu einem sehr fruchtbaren, kompetenten Austausch zwischen den älteren und jüngeren Sanis, zu dem Frau Fleinghaus nur selten Ergänzungen oder Korrekturen anbringen musste.

Eine willkommene Bereicherung erfuhr die Gruppe durch Herrn Hermeiers Anwesenheit, der als Biologe fachliche Informationen beisteuerte, als Sportler das morgendliche Joggen begleitete oder sich am Volleyballspielen beteiligte und in der vergnüglichen Kartenspiel-Runde ein geschätzter Mitspieler war.

Der Himmel hielt den Regen zurück, sodass die Gruppe über die Freiluft-Übungen hinaus einen harmonischen Grill- und Lagerfeuerabend und einen Nachmittag an der Sommerrodelbahn ungetrübt genießen konnte.
Am Ende waren Frau Fleinghaus und Herr Hermeier sich mit der Herbergsleiterin einig: Ein solch angenehmes, engagiertes und diszipliniertes Team wie unsere Sanis ist etwas ganz Besonderes!

Franziska Fleinghaus

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